Ebendorf l Der Bürgermeister wird vom Vorsitzenden der SG Eintracht, Knut Förster, und seinem Stellvertreter, Günter Falke, im Sportlerheim begrüßt. Im Gepäck hat er den Kooperationsvertrag, der um weitere vier Jahre verlängert wird. Das bedeutet, dass der Sportverein per anno 9800 Euro von der Gemeinde erhält. Die Kooperation gibt es schon seit dem Jahr 2006.

„Die Summe ist schon über die Jahre abgespeckt worden“, sagt Knut Förster. „Für uns als Verein ist sie nahezu überlebenswichtig. Das Geld fließt in den aktuellen Haushalt ein, der ein Volumen von etwa 60.000 Euro hat.“

Vereinbarung seit 2006

Verwendet wird es zur anteiligen Finanzierung für die Arbeitsstelle von Ingmar Schäfer, der seit fünf Jahren für die SG Eintracht tätig ist. Er übernimmt alle anfallenden Aufgaben zur Pflege der Sportstätte, sei es auf den Außenanlagen oder in den Räumlichkeiten wie dem Sportlerheim oder der Halle. Für den Vorstand bedeutet der Vertrag mit der Gemeinde somit Planungssicherheit bis zum 31. Dezember 2020.

„Das nimmt uns einen Teil der Verantwortung ab, den wir für die Halle und die Sportstätte tragen“, äußert sich Franz-Ulrich Keindorff. „Sonst müssten wir uns selber darum kümmern, das würde bei weitem einen größeren Kostenrahmen beanspruchen.“ Es sei nicht einfach gewesen, diesen Beschluss im Gemeinderat zu treffen, da sich Barleben bekanntlich in der Konsolidierung befinde.

Mehrheitlich wurde der Beschluss dann aber verabschiedet. Er sehe diese Lösung als optimal an, da sie klare Vorteile für die Gemeinde biete.

Es geht um 9800 Euro pro Jahr

Die SG Eintracht Ebendorf ist mittlerweile zum größten Verein in der Großgemeinde angewachsen. Etwa 500 Mitglieder gehen hier sportlichen Betätigungen in ihrer Freizeit in neuen Abteilungen nach. Die größte Sparte stellt traditionell der Fußball, die erste Mannschaft spielt in der Bördeliga.

Außerdem werden Kegeln, Kraftsport, Triathlon, Tennis, Tischtennis und Badminton angeboten. Allein in der Gymnastikabteilung sind 50 Frauen aktiv, die übrigens von einem Mann trainiert werden. Die Bohle-Kegel-Anlage umfasst vier Bahnen. Das Ebendorfer Team hat sich in der Serie 2016/17 gar den Landesmeistertitel gesi- chert und ist damit eines der Aushängeschilder des Ver- eins.

„Wir legen großen Wert auf die Nachwuchsförderung in den jeweiligen Sportarten“, erzählt Günter Falke. „Aber auch die Senioren können sich bei uns sportlich betätigen. Allesamt haben sie eine Heimat bei uns gefunden.“ In jedem Fall verlasse man sich dabei auf die Arbeit von engagierten Übungsleitern. Finanziert werde alles mit einem Mix aus Mitgliedsbeiträgen, Sponsorengeldern, einer Förderung vom Kreissportbund und eben dem Kooperationsvertrag.

Verein hat 500 Mitglieder

„In Sachen Sponsoring sind die Zeiten doch viel schwieriger geworden“, fügt Knut Förster hinzu. „Es gibt etliche einheimische Firmen, zu denen wir hervorragende Kontakte haben und die uns unterstützen.“ Überhaupt sei der Umgang mit den anderen Vereinen in Ebendorf beispielhaft.

„Einmal im Monat – außer im Sommer – gibt es einen Vereinsstammtisch, bei dem jeder einmal Gastgeber ist“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende. „Außerdem arbeiten wir bei Veranstaltungen zusammen." So gebe es auch gemeinsame Feste und weitere Veranstaltungen, die von den Bürgern gut angenommen werden. „An den nächsten beiden Wochenenden wird der Bodeta-Cup im Nachwuchsfußball bei uns ausgetragen“, wirft Ingmar Schäfer ein. „Da ist die Halle voll.“

Das hört Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff mit Freude. „Die Unterzeichnung der zweiten Ergänzungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und der SG Eintracht Ebendorf macht unter diesem Aspekt gesehen auch für die Bürger und die Vereinsmitglieder Sinn“, sagt er. Legitimiert durch Gemeinderatsbeschlüsse fördere die Gemeinde Barleben Kultur- und Sportvereine über Kooperationsvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von rund 163.000 Euro.