Jury für den Wettbewerb benannt

Kreisel der Kunst

Von Gudrun Billowie

Der Kreisel in der Ebendorfer Straße soll die Visitenkarte für Besucher werden, ähnlich wie der Flur einer Wohnung. Ein Kunstwerk soll entstehen.

Barleben l Im September wurde der Kreisel fertig, noch ist er eine schmucklose Straßenführung. So soll es aber nicht bleiben. Nicht nur, weil Barleben im kommenden Jahr seine 950-Jahr-Feier begeht, sondern weil dieser Kreisel von vielen umfahren wird, die in die Gemeinde kommen, und die sollen mit einem guten Eindruck begrüßt werden. Für diesen guten Eindruck soll ein Kunstwerk sorgen. Wie das aussehen soll, steht noch in den Sternen. Ein Künstlerwettbewerb wurde ausgelobt, die Abgabefrist endet am 16. Dezember.

Der Kreisel bietet viele Möglichkeiten. Einige Kunstwerk-Varianten wurden schon einmal locker diskutiert. Soll dort ein großer Langobarde stehen, über die Barleber wachen? Oder ein comicartiges Wesen a la Asterix? Wären Stahlstelen schön?

Künstler werden ihre Vorstellungen zu Papier bringen. Die allerdings haben Spielraum. In den Kreisel wurde wohlweislich Strom gelegt, sogar eine Wasserleitung, sodass auch Licht- oder Wasserspiele möglich wären.

Wieviele Künstler sich an dem Wettbewerb beteiligen werden, ist noch unklar. Doch wie auch immer, jemand muss aus den vielen Vorschlägen den einen Entwurf auswählen, der schließlich umgesetzt wird. Dafür wurde am Donnerstagabend im Hauptausschuss eine Jury benannt. Sie besteht aus elf Mitgliedern, darunter ein Vertreter aus jeder Fraktion, Nadine Schlottag vom Bau- und Serviceamt, die drei Ortsbürgermeister Horst Blume, Manfred Behrens und Bernhard Niebuhr und natürlich der Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff.

Dr. Edgar Appenroth (FW/UWG) mochte sich nicht damit abfinden, dass diese Jury letztlich über das Kunstwerk bestimmt. "Das letzte Wort sollte der Gemeinderat haben." Andreas Marx (FDP) war sich nicht so sicher, welche Funktion die Jury dann überhaupt ausüben soll. Er machte den Vorschlag, dass die Jury vielleicht die drei besten eingereichten Vorschläge an den Gemeinderat weiterleitet, der dann das letzte Votum abgibt. Mit diesem Vorschlag waren alle Mitglieder des Hauptausschusses einverstanden.

Die Jury berät und entscheidet am 20. Dezember über die eingereichten Vorschläge.