Hohenwarsleben l Nicht nur der Kulturverein Hohe Börde wird immer älter, sondern auch die Mitglieder. Das wirkt sich auf die Aktivität aus. Doch obwohl die Anzahl der Veranstaltungen, die der Verein um den Vorsitzenden Erhard Beulecke im Laufe eines Jahres organisiert hat, besonders in der jüngsten Zeit stark zurückgegangen ist, so wird doch an bestimmten Traditionen noch festgehalten. Als eine derartige Tradition hat sich das Sommergrillfest etabliert.

Hierbei kommen die Mitglieder und Freunde des Vereins aber nicht nur zusammen, um den Magen mit Grillwurst und einem Schlückchen zu erfreuen, sondern hier werden auch Pläne geschmiedet. Und so war das auch am Freitag.

Angebote werden reduziert

Bis zum Jahresende war die Zeitspanne, die Erhard Beulecke und seine Mitstreiter erstmal ins Auge gefasst haben. „Wir reduzieren unser Angebot auf monatlich eine Veranstaltung, auch, weil wir uns bei anderen Vereinen anschließen, wenn die etwas machen“, erklärte Erhard Beulecke. So wollen Vereinsmitglieder beispielsweise auch der Veranstaltung beiwohnen, bei der die Ortschaft Hohenwarsleben am 9. September auf der Landesgartenschau in Burg erfahren wird, wie erfolgreich sie im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Landesebene war. „Eine eigene Veranstaltung zur Landesgartenschau haben wir selbst nicht gemacht, weil das Gelände doch sehr weitläufig ist“, fügt Beulecke hinzu.

Der dritte Donnerstag des Monats, also der 20. September, gehört wieder der Mundart. Dabei möchte der Vereinschef wieder Plattdeutsches aus aller Welt in den Mittelpunkt stellen. Zudem fällt auch die Dorfrallye der Hohenwarsleber Vereine in den September. Hier werden die Mitglieder des Kulturvereins ebenfalls wieder zur Stelle sein und ein oder zwei Stationen betreuen. Wenn es im Oktober auf Tour nach Westerhausen geht, soll es sich einerseits um das Plattdeutsche drehen, andererseits möchte Wanderleiter Norbert Anis damit eine Wanderung kombinieren.

Die Wanderschuhe waren beim Sommerfest zwar zu Hause geblieben, aber die sportliche Betätigung kam dennoch nicht zu kurz. Es wurden die Meister im „Kugelkullern“, also Boccia, und im „Pfeileschmeißen“, also Darts, gesucht und gefunden. Und weil die Mundartveranstaltung am dritten Donnerstag im August, also einen Tag zuvor, ausgefallen war, hatte Erhard Beulecke auch plattdeutsche Texte in seiner Tasche und berichtete nach Aufzeichnungen des General-Anzeigers aus dem Jahr 1931, was Andrees Laudan auf einer Dampferfahrt erlebte. „Ich freue mich, dass wir trotz der Temperaturen so viele geworden sind“, so Beulecke.