Colbitz l Katrin Böhm ist in der Region bekannt. Auf den Wochenmärkten rund um Colbitz bietet sie regelmäßig ihre kunsthandwerklichen Arbeiten an. Nun hat Katrin Böhm in ihrem Heimatort Colbitz einen Martinsmarkt organisiert. Es ist damit der erste Markt für Kunsthandwerk, der hier stattfindet. „Ich habe den Markt bei der Gemeinde ordnungsgemäß angemeldet. Das Hygienekonzept ist genehmigt worden“, freut sich die Organisatorin.

Staunen, kaufen, selber machen

Zum Haus von Kartin Böhm in der Bahnhofstraße 18d mit Wohnräumen und Töpferwerkstatt gehört ein großer Garten. Auf der weitläufigen Wiese werden am 7. November viele Kunsthandwerker hier ihre Stände aufbauen. Die Spanne der Gewerke reicht vom Seifenmacher, Holzschnitzer und Betonkünstler über Schneider und Filzer bis zum Korbmacher. „Staunen, kaufen, ...selber machen“ soll das Motto des Tages sein, denn die Besucher des Martinsmarktes könnten hier nicht nur verschiedenste Dekorationsartikel für das bevorstehende Weihnachtsfest kaufen, sondern auch sich selbst kreativ betätigen. „Zum Beispiel können Interessierte so manche gebrannte Töpferware selbst glasieren“, erklärt Katrin Böhm. Ihrer Meinung nach eigne sich der Martinsmarkt auch dafür, sich viele neue Anregungen für die eigene Kreativität zu holen. „An einigen Kunsthandwerksständen können die Besucher sehen, wie es gemacht wird“, so Böhm weiter. „Die Handwerker erklären gern und versuchen, die Fragen der Gäste zu beantworten.“ Auf dem Markt in Colbitz werden sich auch Spinnräder drehen. „Ein Blick über die Schultern ist gewünscht, um zu sehen, wie einst die Wolle zu einem Faden gesponnen wurde.“

Der Martinmarkt wird um 13 Uhr eröffnet und schließt seine Tore erst um 21 Uhr. „Ich habe mich dazu entschlossen, den Markt am Sonnabend zu veranstalten, damit die Leute auch die Ruhe und Geduld mitbringen, hier entspannt die Atmosphäre zu geniessen und all die Handwerkskunst auf sich wirken zu lassen.“

Ein kleines Kinderkarussell wird im Garten von Katrin Böhm seine Runden drehen und die kleinen Besucher könnten sich beim Entenangeln vergnügen. Auch für Speisen und Getränke sei auf dem Martinsmarkt gesorgt.„Die Veranstaltung ist erst einmal eine Art Testballon“, so die Colbitzerin weiter. Sollte es ein erfolgreicher Kunsthandwerksmarkt werden, könnten im nächsten Jahr noch weitere Folgen, erklärt Katrin Böhm.

Extravagante Fliesen

Vor vielen Jahren war sie auf der Suche nach extravaganten Fliesen. Weil Katrin Böhm schon immer gerne getöpfert hat, habe sie sich schließlich ihre Wandverkleidung selbst hergestellt, gebrannt und glasiert. „Daraus ist dann die Töpferei entstanden.“ Regelmäßig würden hier weitere Frauen arbeiten, die das Töpfern für sich entdeckt haben. Gemeinsam werde an kreativen Ideen für das Hobby gearbeitet. Im Haus in der Bahnhofstraße würden aber nicht nur Töpferkurse für Erwachsene angeboten. Auch Kinder könnten hier ihre Geburtstagsfeier abhalten und dabei auch noch kreativ werden.