Ebendorf l 2017 hat die Landseniorenvereinigung Wolmirstedt ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Nun folgt ihr „großer Bruder“, der Landseniorenverband Sachsen-Anhalt. Der Veranstaltungsort bleibt derselbe. Am Donnerstag, 14. Juni, wird im Hotel Bördehof in Ebendorf das Jubiläum feierlich begangen.

„Aus dem Nichts – wie Phönix aus der Asche – haben es mutige Menschen geschafft, den Bäuerinnen und Bauern und Bewohnern im ländlichen Raum nach der Wende eine Basis zu schaffen, um Freude und Entspannung im Ruhestand zu erfahren“, sagt Horst Schnellhardt.

Gründung nach der Wende

Dass sich der Präsident des Landseniorenverbands Sachsen-Anhalt auf die Bäuerinnen und Bauern bezieht, kommt nicht von ungefähr. Denn „nach der Wende wurden in der Landwirtschaft viele ehemalige Mitarbeiter in den Ruhestand entlassen. Damit entstand ein Spannungspotenzial, das durch die Gründung des Landseniorenverbandes abgeschwächt wurde“, so Horst Schnellhardt.

Doch dem Verein gehören längst nicht nur ehemalige Arbeiter aus der Landwirtschaft an. Inzwischen zählt der Landesverband rund 1500 Mitglieder in 19 Vereinigungen. Gerade für Sachsen-Anhalt ist deren Arbeit von nicht zu vernachlässigender Bedeutung. Denn laut Statistischem Bundesamt verzeichnet dieses unter den 16 Bundesländern den höchsten Bevölkerungsanteil von älteren Menschen. Jeder vierte ist hierzulande über 55 Jahre alt. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahrzehnten noch verstärken wird.

1500 Mitglieder

Den älteren Menschen Bildungsveranstaltungen und kulturelle sowie touristische Aktionen zu bieten, ist eines der Haupttätigkeitsfelder des Landseniorenverbands. Über 250 Veranstaltungen dieser Art würden jährlich von und für die Senioren organisiert. Über 11.000 Menschen beteiligen sich nach Angaben des Landseniorenverbands an den diversen Angeboten.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist es jedoch auch, Hilfestellungen bei persönlichen und familiären Fragen und Problemen zu leisten. Auch Besuche im Krankheitsfall dienen dazu, Senioren, die keine Verwandtschaft mehr haben, beziehungsweise von ihr nicht unterstützt werden, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Auch Hilfe bei Problemen

„Das ist ein unschätzbarer Beitrag zum Erhalt des sozialen Friedens in unseren Dörfern, der Gesunderhaltung der Seniorinnen und Senioren und der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens“, fasst Horst Schnellhardt die Arbeit des Verbands zusammen.