Musik

Liedermacher Burkhard Goers aus Rogätz hat Konzerttour neu geplant

Eine Tour durch die Kirchen sollte es werden, die Burkhard Goers mit seiner Band im vergangenen Jahr unternehmen wollte. Gestoppt von der Pandemie hat der Musiker weitere Lieder geschrieben.

Von Hendrik Reppin
Der Rogätzer Komponist und Songschreiber will mit seiner Band ?Drei G" die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgebrochene Kirchenkonzerttour neu starten.
Der Rogätzer Komponist und Songschreiber will mit seiner Band ?Drei G" die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie abgebrochene Kirchenkonzerttour neu starten. Foto: Hendrik Reppin

Rogätz - Im vergangenen Jahr wollte Burkhard Goers mit seiner Band „Drei G“ zu einer außergewöhnlichen Tour starten. Es sollte eine Konzertreise durch die Kirchen des Landes werden. Doch bevor die Musiker so richtig auf Tour kamen, hatte die Corona-Pandemie die Kirchenkonzerte verhindert.

Gute Zuhörer zwischen Altar und Taufstein

„Grundlage für die Konzerttour war ein Repertoire aus selbst komponierten und getexteten Liedern“, erklärt der Rogätzer Musiker. Das Thema seien Briefe gewesen, die geschrieben, aber nie abgeschickt wurden. Nun sollten sie als Lieder auf die Reise gehen und vielleicht ihre Adressaten im Publikum finden. „Fliegende Briefe“ heißt die dazu erschienene CD. „Es geht in den Stücken hauptsächlich um ernsthafte Themen“, so Burkhard Goers weiter. Daher sei auch keine Tour durch Biergärten, sondern durch Kirchen geplant worden. Zwischen Altar und Taufstein falle das Zuhören leichter. Das weiß Burkhard Goers als Sohn eines Pfarrers nur zu gut.

Die Zwangspause hat der Gitarrist, Sänger und Songschreiber kreativ genutzt. Er habe in dieser Zeit weitere Lieder geschrieben und komponiert. Schließlich sei in der Zeit der Pandemie soviel Material für neue Stücke zusammen gekommen, dass er schließlich eine weitere komplette CD im Studio produzieren konnte: „Anker über Grund“.

Ein Lockdown scheine in weiter Ferne und die Bundesnotbremse habe sich gelöst. „Ich habe vor Kurzem damit begonnen, die Kirchentour neu zu planen“, sagt Burkhard Goers. Inzwischen stehe fest, dass der Start in Markkleeberg stattfinden werde. „In meinem Heimatort bin ich mit der Band am 6. August. Ab 19 Uhr wird die Kirche in Rogätz zur Bühne.“ Es würden Auftritte in den Kirchen in Zielitz am 20. August und Colbitz am 10. September folgen.

Präsentation zusammen mit Jesn Loose

Zusammen mit Jens Loose will der Rogätzer das Programm mit dem Namen „Fliegende Briefe und andere Kommunikationen von Mensch zu Mensch“ präsentieren. „In der Vergangenheit hatten wir das Miteinanderreden sehr vernachlässigt. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen haben aber gezeigt, wie wichtig es ist, zu Kommunizieren. Viele haben das in den zurückliegenden Monaten schlicht verlernt.“

Das etwa 90-minütige Programm bestehe im wesentlichen aus deutschsprachigen Texten. „Wir werden auch ein paar internationale Titel spielen, die sehr bekannt sind“, erklärt Burkhard Goers. Doch nicht, ohne dem Publikum in der Kirche eine kleine Übersetzung zu geben und den Inhalt zu beschreiben. „Es gibt viele englischsprachige bekannte und beliebte Songs, in dem so mancher Zuhörer soviel Ernsthaftigkeit und Tiefgang gar nicht vermutet hat.“

Noch immer ist der Rogätzer Musiker mit der weiteren Planung der Tour beschäftigt. „Im Moment ist es noch sehr schwierig sowohl für die Musiker, als auch für Veranstalter und Organisatoren vor Ort. Schließlich hat man den Eindruck, als würden sich täglich die Bestimmungen ändern.“ In einigen Regionen habe es großartige Unterstützung aus den zuständigen Ämtern gegeben, anderenorts gebe es enorme Verunsicherung.

Dennoch beruhigt der Musiker: Bei den Kirchenkonzerten würden die dann geltenden Regeln eingehalten. Der Bandname „Drei G“ bekomme zudem mit „Genesene, Geimpfte und Getestete“ eine ganz andere Bedeutung. Denn die Musiker hatten sich nicht, wie vielleicht bei diesem Namen angenommen, in der Pandemie benannt, sondern schon im Jahr 1999. „Damals gab es auch noch kein Mobilfunkstandard, der unseren Namen trug“, so Burkhard Goers lachend.

Immer wieder die Frage nach dem dritten „G“

Vielmehr habe die Band „Drei G“ zur Gründung vor 22 Jahren aus drei Musikern bestanden. Doch schon seit langer Zeit sei Goers nur noch mit dem Halberstädter Gitarristen Jens Loose auf Tour. „Es ist aber immer wieder bei unseren Auftritten der Grund, mit uns ins Gespräch zu kommen. Die Frage aus dem Publikum lautet jedes Mal: Wo ist das dritte G?“ Seine Antwort darauf sei seit langer Zeit immer dieselbe: „Das dritte G sind unsere Gäste.“