Verbandsgemeinderat Elbe-Heide beschließt mit Haushalt 2013 auch Umlage

Millionen von Loitsche und Zielitz

Von Burkhard Steffen

Der Verbandsgemeinderat Elbe-Heide hat den Haushalt für das Jahr 2013 beschlossen. Erstmals musste auch die Verbandsgemeinde einen doppischen Haushalt aufstellen.

Rogätz l Das Land verpflichtet alle Kommunen ab dem Jahr 2013 zu einer doppischen statt der bislang üblichen kameralistischen Haushaltsführung. Die Doppik entspricht der doppelten Buchführung wie sie in Unternehmen üblich ist. Es werden also auch Abschreibungen haushaltswirksam.

Viel Neues prasselte auf die Ratsmitglieder ein, als Kämmerin Katja Guder auf der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates in Rogätz den Hauhaltsentwurf detailliert vorstellte. Gab es bisher einen Verwaltungs- und einen Vermögenshaushalt, so geht es jetzt um Ergebnisrechnung, Finanzrechnung und Bilanz. "Die Ergebnisrechnung ist angelehnt an die kaufmännische Gewinn- und Verlustrechnung. Der Finanzhaushalt dient der Planung und Darstellung der Finanzlage. Die Bilanz ist ausschließlich Teil des Jahresabschlusses, eine Planungsbilanz gibt es nicht", erläuterte Katja Guder.

Wichtig für die Mitglieder des Verbandsgemeinderates war die Frage, wieviel die Mitgliedsgemeinden zahlen müssen. "Für die Berechnung der Umlage für die Mitgliedsgemeinden werden die Vorschriften für die Berechnung der Kreisumlage angewendet", so die Kämmerin.

Das bedeutet, dass die Steuerkraft der einzelnen Gemeinden dabei herangezogen wird. So müssen Gemeinden mit hohen Steuereinnahmen, wie Loitsche-Heinrichsberg, Rogätz oder Zielitz, erheblich mehr Umlage zahlen als die anderen Mitgliedsgemeinden. Zielitz mit über 1,3 Millionen Euro und Loitsche-Heinrichsberg mit über 1,1 Millionen Euro zahlen die höchste Umlage. Burgstall mit 249000 Euro und die Westheide mit 240000 Euro kommen vergleichsweise günstig davon.

Insgesamt zahlen die sieben Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Elbe-Heide 4397882 Euro an Umlage. Das würde aber nicht einmal ausreichen, um den Bedarf der Verbandsgemeinde für die Personalaufwendungen zu decken. Die liegen mit fast 5,4 Millionen Euro deutlich höher. Davon werden fast 140 Beschäftigte, angefangen vom Verwaltungsmitarbeiter über Kita-Erzieherinnen bis hin zum Hausmeister bezahlt.

Größte Investitionsmaßnahme ist der Neubau einer Kindertagesstätte in Heinrichsberg. Dafür sind im Haushalt 685000 Euro an Baukosten und noch einmal 150000 Euro für die Ausstattung festgeschrieben. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Arbeiten, die im Frühjahr 2013 beginnen sollen.