Wolmirstedt l Für Angela Mitterhofer und Gregor Braun war es bereits der zweite Auftritt vor den Gutenbergschülern. Im vergangenen Jahr hatten die beiden aus Österreich angereisten Darsteller der Kinderoper „Papageno“ mit großem Erfolg Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ auf die Bühne gebracht.

Diesmal stand das Musikmitmachtheater „Die Zauberflöte“ auf dem Programm. Unter fachkundiger Anleitung konnten die Kinder spielerisch die Welt der Oper erforschen und mitspielen. Das Interesse daran war so groß, dass am Dienstag zwei Aufführungen stattfanden. Für das Singspiel war die Sporthalle der Gutenbergschule für die über 160 jungen Zuschauer kurzerhand zum Theatersaal umfunktioniert worden.

Einstieg in die Welt der Oper

Das Mitmachtheater solle den Schülern den Einstieg in die Welt der Oper erleichtern und den Musikunterricht sinnvoll ergänzen, lautete das Credo der Darsteller und Lehrer. „Wir haben uns im Rahmen des Musikunterrichts auf die Aufführung vorbereitet, Rollen verteilt und Texte gelernt“, berichtete Musiklehrerin Petra Schulze. Mit großer Freude seien die Nachwuchseleven bei der Sache gewesen.

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In den Hauptrollen waren Benjamin als „Tamino“, Denise und Emilia in einer Doppelbesetzung als „Prinzessin Pamina“, Mareike als „Königin der Nacht“ sowie Leni, Isabell und Ruby als „Drei Damen“ zu sehen. Jason gab „Sarastro“ und Mika schwang als „Maestro“ den Taktstock. Aber auch alle anderen Grundschüler waren ins Schauspiel eingebunden, sei es als Sklaven, Feuer und Wasser, als Tänzer oder Sangeskünstler. Für das gelungene Miteinander sorgten Angela Mitterhofer und Gregor Braun. Die erfahrenen Sänger und Schauspieler hatten die Oper für ihr junges Publikum verständlich aufbereitet. „Unser Workshop bindet die Mädchen und Jungen aktiv ins Geschehen ein. So wird aus der klassischen Oper tatsächlich eine Kinderoper“, machte Gregor Braun deutlich.

Mitterhofer und Braun verliehen den Figuren Charakter, der Schauspielernachwuchs tat es ihnen gleich. Da alle Anwesenden die Oper aktiv mitgestalteten, verging die Zeit wie im Fluge. Stürmischer Beifall brandete auf, als sich die Hauptdarsteller zum Schlussbild aufstellten. Aber auch die Nebenrollen durften sich zu Recht feiern lassen, jeder hatte auf seine Weise zum Gelingen einer unterhaltsamen und abwechslungsreichen Reise durch die Welt der Oper beigetragen. Damit sei der Wunsch verbunden, bei den Schülern das Interesse an klassischer Musik und am Theater zu wecken, machten Lehrer und Darsteller deutlich.