Wolmirstedt l Dort, wo heute nur noch ein verlassenes Haus zu finden ist, stand Anfang des 19. Jahrhunderts noch ein stattliches Herrenhaus. Es gehörte zum Anwesen des sogenannten Junkerhofes – einem insgesamt 100 mal 125 Meter großen Rittergut in der heutigen Burgstraße in Wolmirstedt. Solche und viele weitere interessante Fakten erfuhren die 45 Teilnehmer der jüngsten Nachtwanderung des Museums am vergangenen Freitag.

Alte Fotos im Bollerwagen

In einem Bollerwagen transportierten die Veranstalter neben alten Fotos von den Sehenswürdigkeiten auf ihrer Route auch Proviant für die Teilnehmer. Die beliebte Tour führte Museumsleiterin Anette Pilz, Mitarbeiter Jörg Bonewitz und ihre Gäste erneut durch die Altstadt – diesmal jedoch in umgekehrter Reihenfolge.

Vom Museum aus schlenderten die Teilnehmer durch die Burgstraße und machten nach dem ehemaligen Junkerhof auch Halt an der ersten Poststelle der Stadt sowie dem heutigen Jugendclub. Das Fachwerkhaus sei einst als Gasthof gebaut worden, zu dem ein großer Saal gehörte. „Man konnte da wunderbar tanzen“, erinnerte sich eine der Teilnehmerinnen.

Bilder

Abschluss in Privatgarten

Weiter ging es in die Vogelstange. Wie Anette Pilz erklärte, lebten dort früher vorwiegend Handwerker und einfache Leute. Unter anderem noch vorbei am früheren Landratsamt, dem ehemaligen Standort des Jahn-Denkmals an der heutigen Kreuzung Bahnhofstraße/ Farsleber Straße und der Denkmalanlage auf dem Friedhof endete die Nachtwanderung diesmal an einem besonderen Ort. Als Überraschung empfing die Wolmirstedterin Gitti Nestler die Teilnehmer in ihrem Garten. Dort erwartete die Gruppe eine Rezitation von Erich Kästners „Der Juli“.

Die nächste Nachtwanderung findet am 30. August statt, ist jedoch bereits ausgebucht.