Lindhorst l Nur noch wenige Handgriffe seien zu erledigen, informiert Friedhelm Sienholz, Vorsitzender des Mühlenvereins Lindhorst, beim Vor-Ort-Termin . Die vom verheerenden Feuer, es war in der Nacht zum 30. Mai 2018 ausgebrochen, zerstörten oder arg in Mitleidenschaft gezogenen Teile des Gebäudes sind in gut einem Jahr wieder aufgebaut worden. Knapp 110.000 Euro sind dafür aufgewendet worden.

„Wir kümmern uns jetzt noch um Dekoration und Dokumentation. Außerdem fahren wir am Sonnabend, 25. Mai 2019, ab 9 Uhr noch einen großen Arbeitseinsatz. Schließlich soll für den Herrentag alles bestmöglich hergerichtet sein“, wirbt Friedhelm Sienholz in Erwartung des bevorstehenden Besucheransturms um rege Unterstützung. Der Herrentag mit Festgottesdienst wird am Donnerstag, 30. Mai 2019, auf dem Gelände der Bockwindmühle gefeiert. Beginn ist 10 Uhr. „Wer die Veranstaltung unterstützen möchte, soll nicht zögern. Beim erwartet großen Zuspruch an Gästen brauchen wir jede helfende Hand“, weiß der Vereinsvorsitzende.

Mahl- und Backtag

Am Pfingstmontag, 10. Juni 2019, feiert der Lindhorster Verein den 26. Deutschen Mühlentag. Für diesen Tag sind natürlich wieder alle Lindhorster, Colbitzer und Besucher an die Bockwindmühle eingeladen. Es wird einen Mahl- und Backtag geben. Für das musikalische Programm sorgen das Duo Wohl- get(h)an und der gemischte Chor Colbitz. Zu diesem Fest fällt der Startschuss 11 Uhr.

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Dass die Wiederherstellung des Gebäudes in nur einem Jahr so trefflich gelungen ist, sei das Ergebnis vieler fleißiger Hände, erinnert sich Friedhelm Sienholz. Die Bereitschaft zur Beteiligung sei Bestätigung für die bislang so erfolgreiche Arbeit des rund 100 Mitglieder umfassenden Vereins. „Wir haben nach dem Brand viele Einsätze gestartet, um die Schäden zu minimieren. Wir haben versucht, möglichst viel Inventar zu retten und umzulagern sowie eine neue Stromzuführung zu schaffen. Deshalb sind andere geplante Aufgaben liegen geblieben.“

Friedhelm Sienholz dankte den vielen engagierten Helfern. Ein riesiges Dankeschön richtete er auch an alle Spender, die den Mühlenverein mit einer Zuwendung unterstützt haben. Mehr als 5000 Euro seien auf diese Weise zusammengekommen. Ortsansässige Betriebe sind in den Neuaufbau der Gebäudeteile von Backhaus und Vereinsraum einbezogen worden. Handwerker aus der Region haben die komplizierten Facharbeiten erledigt. Die Küche ist in einen Trakt der Müllenscheune umgezogen. In der Backstube hat es Veränderungen gegeben. Beispielgebend für alle Helfer soll Steffen Heinrich, stellvertretender Vorsitzender, genannt werden. Er hat die Arbeiten intensiv und so oft es ging begleitet. Was daraus geworden ist, können die Besucher am 30. Mai in Augenschein nehmen. „Wir sind vorbereitet“, weiß Friedhelm Sienholz. Das in jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit Stück für Stück geschaffene Kleinod hat sich als Anziehungspunkt für die Bevölkerung weit über die Dorfgrenze hinaus etabliert. Nun kann es wieder mit Leben erfüllt werden.