Rogätz l Händeringend suchen überall im Land die Freiwilligen Feuerwehren Nachwuchs. Das ist auch in Rogätz nicht anders. Deshalb starteten die Kameraden um Wehrleiter Karl-Heinz Bergwein Anfang 2017 einen Aufruf zur Bildung einer Jugendfeuerwehr.

„Die Resonanz war unbeschreiblich“, berichtete der Wehrleiter auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich zahlreiche Mädchen und Jungen, die Interesse an der Feuerwehrarbeit zeigten.

Warteliste für die Jugendfeuerwehr

„Unter der Führung unseres Jugendwartes Karsten Kuske und seiner Helfer haben wir derzeit 18 Mitglieder in unserer Jugendwehr“, verkündete der Wehrleiter nicht ohne Stolz. Aus Kapazitätsgründen können nicht mehr aufgenommen werden, so dass es sogar eine Warteliste gibt.

Unerwarteter Nebeneffekt: Auch einige Muttis zeigten Interesse daran, in der Feuerwehr mitzuarbeiten. So gibt es jetzt in der Rogätzer Wehr auch eine Frauengruppe. Beim Blütenfestumzug 2017 stellten sich Jugendwehr und Frauengruppe im großen Festumzug erstmals der Öffentlichkeit vor.

Feuerwehrfrauen engagieren sich

Fünf Frauen absolvieren seit zwei Monaten ihre Grundausbildung. „Der Lehrgang ist auf die spezifischen Familien- und Arbeitsverhältnisse der Frauen zugeschnitten. Er soll im April mit den Prüfungen abgeschlossen werden“, so Bergwein.

Kritik übte der Wehrleiter an geplanten Instandhaltungsmaßnahmen, die im Jahr 2017 aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden konnten. Dazu nahm Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette Stellung.

„Wegen gravierender Steuermindereinnahmen musste in der Verbandsgemeinde eine Haushaltssperre ausgesprochen werden. Deswegen wurden die Baumaßnahmen verschoben. Sie werden auf jeden Fall in diesem Jahr abgeschlossen“, so Schmette, der auch ankündigte, dass bei einer erneut möglichen Haushaltssperre in diesem Jahr, die Leistungen für die Feuerwehren nicht betroffen sein werden.

Hilfe bei verschiedenen Veranstaltungen

Im Jahr 2017 mussten die Rogätzer Kameraden zwölfmal ausrücken. Dabei ging es überwiegend um Hilfeleistungen, waren aber auch mehrere Brände abzulöschen. Auch bei der Organisation von Veranstaltungen im Elbedorf, wie beispielsweise Blütenfest, Elbebadetag oder Martinsumzug engagierten sich die Kameraden.

„Ich bin glücklich darüber, dass es in unserer Feuerwehr einen so starken personellen Aufwärtstrend gibt“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Großmann mit den Kameraden. „Gemeinderat und Bürgermeister werden die Feuerwehr auch weiterhin nachhaltig unterstützen“, versprach er, „für mich persönlich stehen drei Positionen an erster Stelle in unserer Gemeinde. Das sind die Feuerwehr, die Kinder und die Senioren.“