Wolmirstedt l In Nullkommanix erklimmt der kleine Lucas die Sprossen des Kletterturms. Oben angekommen winkt er Oma und Opa fröhlich zu, klettert wieder herunter und lässt sich in den neuen, weichen Sand fallen. Für Kinder wie Lucas wurde dieser Spielplatz neu hergerichtet und viele weitere haben diese Spieloase bereits entdeckt.

Doch auch Kinder, die in anderen Teilen der Stadt wohnen, können sich auf aufgehübschte Spielplätze freuen. Der Spielplatz in der Straße der Deutschen Einheit folgt dem an der Amtsbrücke, ist schon beinahe fertig. Die Sicherheitsexperten müssen noch prüfen und ihr TÜV-Siegel draufkleben. Anschließend sind die Spielplätze in Glindenberg und in Mose dran.

12.500 Euro eingeplant

Aus dem Stadtsäckel wurden für alle vier Spielplätze insgesamt etwa 12.500 Euro ausgegeben, der Stadtrat hatte dieser Summe bereits im vergangenen Jahr im Zuge der Haushaltsverhandlungen zugestimmt.

Bilder

Der Spielplatz an der Amtsbrücke ist bereits vom TÜV als sicher eingestuft worden. Ein Kletterzelt, eine sechseckige Kletteranlage und ein Wippelefant sowie neuer Spielsand bieten am Ohreufer ein farbenfrohes Bild.

Doch schon in seinen ersten Daseinstagen weist er Spuren von Vandalismus auf. Am Kletterzelt wurde bereits eine Stufe zerstört, und zwar so massiv, dass nur rohe Gewalt gewirkt haben kann. Das bunte Kletterzelt besteht aus Aluminium und macht einen robusten Eindruck. Über 2000 Euro war es der Stadt wert. Aus Versehen bekommt dort kein Kind etwas kaputt.

Vandalismus bleibt Problem

Vandalismus war einer der Gründe, aus denen der Spielplatz überhaupt so komplett erneuert werden musste. Einerseits bestanden die alten Spielgeräte zum Teil aus Holz, dessen Lebensdauer begrenzt ist, vor allem aber gab es immer wieder Zerstörungen und Diebstähle. Bänke wurden geklaut, ein Spiel- und Kletterhaus komplett zerstört. Die Täter wurden nicht gefasst.

In der Straße der Deutschen Einheit monieren Eltern ebenfalls schon lange den Zustand des Spielplatzes. Morsche Bretter im Kletterturm und verfaulte Palisaden waren für die Kinder mittlerweile zu einer Gefahr geworden. Vor zwei Jahren waren Freiwillige aktiv geworden. Das Engagement mündete in einem gemeinsamen Einsatz mit dem MDR-Team von „Mitmachen statt Meckern“ im Sommer 2016. Unter anderem wurde eine gesponserte Nestschaukel angebracht und Traktorreifen in den Sand eingelassen und bemalt.

Nun wurde eine neue Kletterspielanlage aufgebaut, auch eine Tierwippe in Form eines Falters. Etwa 4000 Euro wurden allein für diesen Spielplatz ausgegeben. Diese Investition ist ganz sicher gerechtfertigt, denn der Spielplatz wird rege genutzt. Im Wohngebiet „Deutsche Einheit“ wohnen viele junge Familien.

Derzeit gibt es in der Stadt Wolmirstedt und den Ortsteilen 13 Spielplätze. Der Spielplatz in der Julius-Bremer-Straße wird demnächst weichen müssen, dort will Rossmann einen neuen Drogeriemarkt bauen. Allerdings werden die Spielgeräte in der Nähe der Kirche wieder aufgebaut.