Groß Ammensleben/ Vahldorf (vs) l Ein Gleisläufer hat am Dienstag, 24. September, die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Der Fahrdienstleiter des Bahnhofes in Groß Ammensleben (Landkreis Börde) hatte gegen 18.15 Uhr einen Mann gemeldet, der zwischen den Bahnhöfen Groß Ammensleben und Vahldorf unbefugt auf den Bahnschienen lief. Wie ein Polizeisprecher mitteilt, wurde umgehend eine Streife mit Blaulicht und Martinshorn zur Gefahrenstelle geschickt. Die Beamten trafen am Bahnhof Vahldorf auf den 26-jährigen Gleisläufer.

Kein Einzelfall

„Glücklicherweise war ihm nichts passiert. Er wurde eindringlich auf die Lebensgefahr, in die er sich begeben hatte, hingewiesen und anschließend belehrt“, heißt es in einer Mitteilung. Weil er sich unerlaubt auf den Bahngleisen aufgehalten hatte, erhält der Mann nun eine Anzeige gemäß der Eisenbahn-, Bau- und Betriebsordnung.

Es handele sich nicht um einen Einzelfall, schreibt die Bundespolizei und weist erneut darauf hin, dass die vorbeifahrenden Züge Hindernissen – und damit auch Personen – nicht ausweichen können. Ein 1200 Tonnen schwerer Zug, der mit 100 Stundenkilometern fährt, benötige circa 1000 Meter, um zum Stehen zu kommen. „Windrichtungen beeinflussen die eigene Wahrnehmung eines heranfahrenden Zuges erheblich“, klären die Beamten auf. Ein elektrisch betriebener Zug sei für das menschliche Ohr sogar erst wahrnehmbar, wenn er sich schon auf der gleichen Höhe befindet. Zudem gehe von den vorbeifahrenden Zügen eine hohe Sogwirkung aus.