Wolmirstedt l Im Akutfall gilt der Notruf 110. Daran wird nicht gerüttelt. Menschen, die in eine Notlage geraten oder bedrohliche Situationen sehen, sind aufgefordert, diese Nummer zu wählen. Über diesen Notruf ist die Polizei weiterhin sieben Tage der Woche 24 Stunden lang erreichbar, betont Polizeisprecher Joachim Albrecht. Für alle anderen Fälle gilt: In der Polizeistation in der Friedensstraße werden ab dem 1. Juli keine Bürger mehr empfangen. Besucherverkehr gibt es nur noch bei den Regionalbereichsbeamten im Rathaus und nur während der Sprechzeiten.

Das Wolmirstedter Polizeigebäude dient nur noch als Außenstelle des Haldensleber Reviers. In den Büros versehen weiterhin die Mitarbeiter der Kriminalpolizei ihren Dienst.

Die Schließung des Wolmirstedter Revierkommissariats für den Besucherverkehr kam nicht überraschend. Die Sprechzeiten in diesem Gebäude waren schon vor geraumer Zeit reduziert worden, nun sind sie auf Null gesetzt.

Bürger können Straftaten stattdessen im Internet anzeigen sowie in den Polizeirevieren in Haldensleben oder in Magdeburg. Die Online-Anzeigenannahme werde inzwischen gut von der Bevölkerung angenommen, weiß der Polizeisprecher. Unter dem Suchbegriff Polizei Sachsen-Anhalt finden Bürger das eRevier, das elektronische Revier. Wem beispielsweise ein Fahrrad gestohlen wurde, kann die Anzeige dort aufgeben. „Wichtig sei, möglichst genaue Angaben zu machen“, ermuntert Marco Rath, der Regionalbereichsbeamte. Dazu zählt eine genaue Beschreibung des gestohlenen Gegenstandes, wann und wo er gestohlen wurde, möglichst eine Registriernummer. Anschließend bekommen die Bürger eine Bestätigungsmail vom Landeskriminalamt. Darin ist die Registriernummer der Anzeige vermerkt.

Wer dennoch auf das persönliche Gespräch mit Polizisten setzt, findet die Regionalbereichsbeamten Jens Kaulfuß und Marco Rath ab dem 1. Juli jeweils dienstags von 9 Uhr bis 11.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr sowie donnerstags von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr im Rathaus vor.