Barleben l Als Vertreter der Selbsthilfegruppe bei multipler Sklerose aus Haldensleben waren am Mittwochvormittag Daniela Lehmann, Vera Müller, Katrin Gensecke und Inge Horlz in Begleitung von Tanja Pasewald vom Teilhabemanagement des Landkreises zu Gast in der Barleber Gemeinschaftsschule. Dort zeigten sie an vier Stationen, welche Auswirkungen verschiedene Symptome der multiplen Sklerose haben können.

Bei Daniela Lehmann konnten die Schüler testen, wie es sich mit einer Einschränkung beim Sehen, einer Gelenkversteifung im Ellenbogen und dazu auch noch einen Tremor, also eine Zittern, im Arm. Unter diesen Bedingungen versuchten Daria Lammel und Veronic Wolfing, einen Becher zu greifen und daraus einen Schluck Wasser zu trinken. „Das klappt natürlich nicht so einfach. Aber meistens vergessen die Tester, dass sie noch eine zweite Hand haben, mit der sie den zitternden Arm stabilisieren können“, kommentierte Daniela Lehmann.

Die beiden Mädchen sind sich nach dem Test bei ihr einig: „Das muss man echt nicht haben, das ist wirklich schwierig.“ Im gleichen Tenor äußerte sich auch Ronny Giehl, an der Station von Vera Müller versuchte er, mit dicken Handschuhen als Symbol für ein Taubheitsgefühl in den Händen eine Knopfleiste zu öffnen und Schleifen zu binden. Mit einigem Frust gab er nach ein paar Minuten auf. „Das geht nicht“, sagte er und legte die Handschuhe ab, um zu einer anderen Station zu gehen.

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Lehrerin Ivonne Illgas zeigte sich beeindruckt von ihren Schülern: „Ich sehe, dass das Thema meine Schüler sehr beschäftigt. Darauf können wir im Ethik-Unterricht aufbauen.“ Auch Tanja Pasewald resümierte: „Die Schüler haben die Stationen gut aufgenommen und auch Spaß gehabt.