Wolmirstedt l „Der Sport muss zu den Menschen“, sagt Swen Pazina (CDU), Stadtrat und außerdem leidenschaftlicher Leichtathlet. Die zentrale Lage für die Wolmirstedter und vor allem auch für Gäste spreche für einen Neubau an genanntem Standort.

Die Stadt verfügt mit dem Stadion am Küchenhorn und dem Stadion des Friedens über zwei Sportanlagen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind. Insbesondere das Stadion des Friedens an der Farsleber Straße kommt als Sportstätte nicht mehr in Frage. Es ist für sportliche Aktivitäten zu klein und inzwischen als Bauland für junge Familien ausgewiesen. Dort soll auch ein großer Spielplatz entstehen.

Ein Grundsatzbeschluss des Stadtrates favorisiert den Standort „Küchenhorn“ für einen möglichen Neubau. Eine Finanzierung des Projektes durch die Stadt könne aber nur erfolgen, wenn Fördermittel fließen, meint Mike Steffens, der sich für einen Stadionneubau ausspricht. Ein Antrag auf Fördermittel sei abgelehnt worden.

Vorteile für Standort

„Die Stadt sollte sich vielleicht noch einmal damit beschäftigen“, sagt der Farsleber und nennt aus seiner Sicht mehrere Vorteile für den Standort zwischen der Samsweger Straße und der Schwimmbadstraße. „In unmittelbarer Nähe befinden sich die Gutenbergschule, das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium sowie das Schwimmbad. So hätten wir eine räumliche Konzentration“, ist sich Steffens sicher. Hinzu käme die günstige Verkehrslage. Für Vereine, Schulen und Freizeitsportler wäre ein Stadion oder eine Sportfreianlage mit Fußballplätzen und einer Wettkampfanlage gut zu erreichen. Sport- und Freizeitangebote ließen sich kombinieren. Daher lohne es sich, neuerlich zum möglichen Projekt Stadionneubau ins Gespräch zu kommen.

„Wir hätten gewiss mehr Zuschauer bei Veranstaltungen, beispielsweise bei Fußballspielen oder Leichtathletikturnieren, und dadurch größere Chancen im Bereich der Nachwuchsgewinnung. Hinzu käme ein positiv prägendes Stadtbild“, ist sich Swen Pazina sicher.

Die Sportstätte am Küchenhorn biete kaum Vorteile und könne zurückgebaut werden. „Sie befindet sich außerhalb der Ortslage, die Anfahrt ist aufwändig. Hinzu kommt, dass sie bereits bei mittlerem Hochwasser sehr schwer oder gar nicht zu erreichen ist“, meint Stadtrat Jürgen Bednorz (CDU). Er gehört zu den Initiatoren, die mit Glindenberg ein gemeinsames Aktionsbündnis Elbe-Ohre gegründet haben – mit dem Ziel, den Hochwasserschutz an Ohre und Elbe auszubauen. „Die Sportstätte war als Polderfläche, also eine zusätzliche Überflutungsfläche des Küchenhornwalls bei Hochwasser, Gegenstand von Gesprächen. Im Ereignisfall würde das gesamte Areal unter Wasser stehen“, erklärt Jürgen Bednorz.

Sollte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LAW) diese Fläche als Polderfläche ausweisen wollen, müsse der LAW das Land erwerben, so Bednorz. Er werde dort nachfragen, wie weit die Pläne dieserart schon gereift sind.