Wolmirstedt l Hohen Besuch hatten die Mitglieder der Wolmirstedter Radwanderer, die zum Verein SV Kali Wolmirstedt gehören, am vergangenen Freitagabend zu ihrer Weihnachtsfeier. Stefan Thomé, Geschäftsführer beim Landesverband Radsport Sachsen-Anhalt, war extra gekommen, um den radelnden Damen und Herren zu ihrer Leistung im fast vergangenen Jahr zu gratulieren. In der Vereinswertung auf Bundesebene haben sie es geschafft, mit deutlichem Abstand den ersten Platz zu belegen.

Die meisten Kilometer im ganzen Bundesgebiet hat die Gruppe folglich in ihrer Wertungsklasse absolviert. „Mehr als 42000 Kilometer sind Sie gefahren, das verdient höchsten Respekt. Immerhin sind Sie gemeinsam ungefähr einmal um den Äquator geradelt“, sagte Thomé. Der Zweitplatzierte lag erst rund 20000 Kilometer dahinter. Statistisch gesehen hat jeder Radler pro Tour rund 44 Kilometer absolviert.

Die Wolmirstedter Radler, denen auch Mitglieder aus den umliegenden Gemeinden angehören, haben schon eine gewisse Tradition auf dem Siegertreppchen: In den vergangenen neun Jahren waren sie bis auf einen vierten Platz immer unter den besten drei Vereinen in ihrer Wertungsklasse. Viermal standen sie ganz oben auf dem Treppchen.

Für ihre Leistung hatte Stefan Thomé vom Landesverband der Radler am Freitag nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen gläsernen Pokal im Gepäck.

Die Radler wollen sich aber natürlich auf ihrer Bestleistung nicht ausruhen, sondern weiterradeln. „Jedenfalls wenn es wieder wärmer wird. Im Moment wandern wir und lassen die Fahrräder stehen“, verrät Radler-Chef Hermann Grimm. Die Touren-Ausflüge nach Wanzleben, Tangerhütte oder auch Möckern müssen so bis zum Frühjahr warten. Dann brechen die Teilnehmer immer donnerstags zu ihren langen Fahrten auf. Dann sind die Radler mit einer Geschwindigkeit zwischen 20 und 30 Stundenkilometern unterwegs. „Da braucht man schon ein bisschen Kondition“, sagt Hermann Grimm. Sonntags gibt es auch Familientouren in gemäßigtem Tempo.