Loitsche/Rogätz l Der Radweg zwischen den beiden Dörfern ist schon seit vielen Jahren im Gespräch. Als es der Gemeinde Loitsche-Heinrichsberg finanziell noch besser ging, bot sie dem Land Sachsen-Anhalt sogar an, bei der Finanzierung in Vorleistung zu gehen.

So weit ist es aber nicht gekommen. Mittlerweile steht fest: Das Land Sachsen-Anhalt baut den Radweg noch in diesem Jahr. Das Land übernimmt auch die geplanten Kosten in Höhe von 955.000 Euro.

Bau bis Jahresende fertig

Baubeginn kann schon in wenigen Wochen sein. „Derzeit laufen bereits die Ausschreibungsverfahren“, informiert Hartmut Pöhlert, Regionalbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt. Spätestens im Dezember dieses Jahres soll die Piste fertiggestellt sein und durch Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) eröffnet werden.

Der neue Radweg soll straßenbegleitend in Fahtrichtung Rogätz auf der rechten Seite der L44 entlangführen. Er beginnt an der Straßenkreuzung der L44 und der Loitscher Ortsstraße Darre. Die Gesamtlänge beträgt exakt 3347 Meter. In Rogätz bindet er in den bereits vorhanden Rad-/Gehweg ein.

1,75 Meter Sicherheitsabstand zur Straße

Auf der 2,50 Meter breiten Piste können künftig Radler in beiden Richtungen fahren. „Der geforderte Sicherheitsabstand zur Landesstraße beträgt 1,75 Meter und wird über die gesamte Ausbaulänge des geplanten Radwegs eingehalten“, erläutert Hartmut Pöhlert.

Kreuzungen und Einmündungen werden nicht überbaut. Die Planer sehen für diese Bereiche eine höhenmäßige Anpassung vor. In Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt erfolgt an diesen Stellen eine Beschilderung und farbliche Markierung.

Zufahrten und Wirtschaftswege bleiben

„Auch mit dem Bau des Radweges bleiben die vorhandenen Zufahrten und Wirtschaftswege weitestgehend erhalten“, sichert Pöhlert zu, „in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern erfolgte eine geringfügige Anpassung der bisherigen Lage der Bestandszufahrten zu den landwirtschaftlichen Nutzflächen.“ Diese werden auf einer Breite von sechs Metern ausgebaut, um dem Platzbedarf der heutigen Landmaschinentechnik gerecht zu werden.

Zur Landesstraße hin werden sie schwalbenschwanzförmig aufgeweitet, um ein einfaches Ein- und Ausfahren mit der landwirtschaftlichen Technik und Großgeräten zu gewährleisten. Im Anbindungsbereich an die Landesstraße werden die Zufahrten zu den Feldfluren sogar neun Meter breit sein.

Verkehr wird noch sicherer

Der neue Radweg zwischen Loitsche und Rogätz ist im Landesradverkehrsplan Sachsen-Anhalts enthalten. „Durch den Bau des Radweges wird der regionale und überregionale Radverkehr von der Fahrbahn genommen. Das erhöht deutlich die Sicherheit für den gesamten Verkehr“, macht Pöhlert deutlich.

Radfahrer aus Loitsche haben zwar schon seit einigen Jahren eine Radweganbindung nach Rogätz. Doch die Route über den Loitscher Bahnhof mit Anbindung an die Seilerstraße in Rogätz ist zwar landschaftlich reizvoll, nimmt allerdings einen beträchtlichen Umweg. Mit dem straßenbegleitenden Radweg entlang der L44 haben Fahrradtouristen aus Loitsche eine ausgezeichnete Anbindung an Deutschlands beliebteste Fahrradroute: den Elbe-Radwanderweg.