Volksstimme: Frau Schmidt, was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Gerhild Schmidt: Zuallererst möchte ich den Glindenbergern ein gesundes neues Jahr wünschen. Ganz besonders möchte ich mich bei den Vereinen und Bürgern bedanken, die das Dorfleben aktiv mitgestalten.

Volksstimme: Klingt gut. Wer sind die stärksten Stützen des Dorflebens?

Gerhild Schmidt: Zuallererst möchte ich die Feuerwehr und den Feuerwehrverein nennen. Die Kameraden und Vereinsmitglieder sind bei allen Festen und Aktionen ganz vorn dabei. Abgesehen davon rücken sie ja auch zu Einsätzen aus. Bei soviel Engagement liegt es mir sehr am Herzen, dass die Stadt ihre Feuerwehr stets stark unterstützt. Ebenso aktiv ist der Sportverein „Blau-Weiß Elbe“. Die Mitglieder bieten den Bürgern nicht nur eine sportliche Heimat, sondern tragen auch ganz viel zur Instandhaltung der Sportstätten bei. Sie haben die Turnhalle renoviert, die Fassaden gestrichen und die Grünpflege des Gemeindehofes übernommen. Besonderes Augenmerk legen die Sportler auch darauf, den Vereinsraum in Schuss zu halten. Der wird besonders oft genutzt, nicht nur von den Sportlern, sondern auch von den Senioren, dem Chor, für die Sitzungen des Ortschaftsrates und für private Zusammenkünfte. Als aktive Vereine treten auch der neu gegründete Reitverein „Ohretal“ und der Chor in Erscheinung.

Volksstimme: Die älteren Bürger müssen zu ihren Treffen im Sportheim viele Treppen hinaufsteigen. Nach dem Umzug der Kita in das neue Gebäude sollte im alten Kita-Gebäude auf dem Gemeindehof ein ebenerdiger Seniorentreff entstehen. Wie weit sind die Pläne gereift?

Gerhild Schmidt: Es liegt ein Konzept vor, aber ob, wie und wann es umgesetzt wird, dazu weiß ich nichts Konkretes. Es wäre schön, wenn sich im Sinne des Ortes etwas bewegt.

Volksstimme: Die Zukunft der Kegelhalle schien einige Zeit lang ungewiss. Wie geht es mit diesem Objekt weiter?

Gerhild Schmidt: Die Kegelhalle existiert nach wie vor. Sie wird von ein paar Sportfreunden zum Kegeln, aber auch für Familienfeiern genutzt. Diese Vermietung bringt dem Sportverein Einnahmen. Wir hoffen auf Wege, vor allem aber auf Mittel, um diese Halle zu erhalten.

Volksstimme: Zu Beginn ihrer Amtszeit haben Sie gehofft, im ehemaligen Kita-Gebäude ein Büro für Bürgersprechstunden einzurichten. Dieser Plan scheint nun in weite Ferne gerückt. Wie gelingt trotzdem der Kontakt zu den Glindenbergern?

Gerhild Schmidt: Ich treffe viele Glindenberger, wenn ich im Dorf unterwegs bin, wenn ich mit meinem Mann spazieren gehe zum Beispiel. Auch auf Festen kommen wir miteinander unkompliziert ins Gespräch. Manche rufen mich auch zu Hause an. Dieser persönliche Kontakt gefällt mir sehr gut.

Volksstimme: Welche Anliegen tragen die Bürger an Sie als Ortsbürgermeisterin heran?

Gerhild Schmidt: Vielen ist die Gestaltung des Friedhofes sehr wichtig. Auch die Beschaffung einer Hundetoilette wurde angeregt. Weiterhin wünschen sich die Bürger eine regelmäßige Grünflächenpflege. Ich nehme diese Anregungen auf und stelle sie im Wolmirstedter Rathaus vor. Viele Wünsche wurden erfüllt. Die Zusammenarbeit mit vielen Fachdiensten läuft sehr gut, mit anderen kann sie noch besser werden. Ich hoffe, dass Maßnahmen künftig mit weniger bürokratischem Aufwand durchgesetzt werden.

Volksstimme: Welche Wünsche der Glindenberger wurden erfüllt?

Gerhild Schmidt: Wir sind froh, dass der Spielplatz an der Sandkuhle regelmäßig gepflegt wird und auch die Wege beräumt werden. Auch die Hundetoilette am Zugang zum Deich findet großen Anklang. Manchmal sind sogar die Tüten alle und deshalb wäre es schön, wenn Hundehalter selbst eine Tüte dabei haben. Auch die Verbesserungen auf dem Friedhof werden wohlwollend betrachtet, die Einfriedung der Mülltonnen und die regelmäßige Entfernung der Austriebe aus den Baumstümpfen der gefällten Robinien. Das mag alles klingen, als wären es Kleinigkeiten, aber genau das macht das Dorfleben aus.

Volksstimme: Der Friedhof bleibt dennoch ein Sorgenkind?

Gerhild Schmidt: Wir hoffen auf befestigte Wege und die Sanierung der Trauerhalle. Ich denke, dass wir das 2017 mit Mitteln aus dem Stadthaushalt hinbekommen.

Volksstimme: Die Jugendlichen des Dorfes sollten ebenfalls einen Raum in der ehemaligen Kita bekommen. Auch das wird nun wohl nichts. Wie geht es jungen Menschen in Glindenberg?

Gerhild Schmidt: Ich erlebe, dass sich die jungen Menschen sehr stark mit diesem Ort identifizieren, dass sie überall dabei sind. Einen Jugendclub wird es vorerst nicht geben, aber sowohl die Feuerwehr als auch der Sportverein bieten jungen Menschen Spiel, Spaß und Spannung an. Bei „Blau-Weiß Elbe Glindenberg“ wird Fußball und Volleyball gespielt. Bei der Feuerwehr gibt es neben der Ausbildung für Jugendliche eine Menge Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, beispielsweise ein Zeltlager. In diesem Zusammenhang möchte ich allen Betreuern ganz herzlich für ihre Arbeit danken.

Volksstimme: Und die Jüngsten, wachsen auch sie schon in das Dorfleben hinein?

Gerhild Schmidt: In Glindenberg leben viele junge Familien mit Kindern, die Kita ist gut gefüllt. Die Kleinen treten bereits beim Erntedankfest und auch bei der Seniorenweihnachtsfeier auf. Die Zusammenarbeit mit den „Kleinen Elbstrolchen“ soll 2017 noch intensiver werden.

Volksstimme: Blicken wir auf 2016 zurück. Wodurch war das Jahr geprägt?

Gerhild Schmidt: Der bewegendste Moment war zweifellos die Gedenkstunde anlässlich des zehnten Jahrestages des Feuerwehrunfalls. Aber es wurde auch der fertige Deich übergeben, ebenso ein Feuerwehrauto. Die Elbstraße, die Rothenseer und die Wolmirstedter Straße wurden mit Hochwassermitteln saniert.

Volkstimme: Worauf freuen Sie sich im Jahr 2017?

Gerhild Schmidt: Die Feuerwehr feiert ihren 130. Geburstages. Im Sommer soll es einen Miteinandertag aller Vereine geben, an dem alle Bürger Glindenbergs und der Nachbargemeinden gemeinsam feiern. Ich hoffe, dass wir alle weiter zusammenwachsen und alle Glindenberger auf ihren Ort stolz sind.