Sana Ohre-Klinikum: Linkenpolitiker fordert schnelle Klärung der Verkaufsgerüchte

Haldensleben (il) l Zu dem Gerücht, dass die Sana Kliniken AG das Ohre-Klinikum nach gut sechs Jahren wieder verkaufen wolle, hat sich am Montag der Linken-Landtagsabgeordnete Guido Henke aus Haldensleben geäußert. Henke fordert die Geschäftsführung des Sana Ohre-Klinikums auf, "schnellstens und wahrheitsgemäß" auf den Fragenkatalog des Klinik-Betriebsrates zu antworten und damit Klarheit zu schaffen. Der hatte aufgrund des aufgekommenen Gerüchtes bereits vor Wochen die Geschäftsführung sowie die Konzernzentrale schriftlich angefragt, ob ein Verkauf des Klinikums beabsichtigt sei und welche Auswirkungen dies auf die Belegschaft hätte. Auf Antworten wartet der Betriebsrat noch immer. Gegenüber der Volksstimme wollte sich die Konzernzentrale nicht äußern. "Zum jetzigen Zeitpunkt wollen wir das nicht kommentieren", hieß es lediglich.

"Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, werden leider auch die schlimmsten Befürchtungen der Linken, die sich als Einzige im Kreistag gegen den Verkauf des Ohrekreisklinikums stellte, zur Realität. Noch handelt es sich um ein Gerücht. Die aufgezeigten Gründe, wie ausbleibende Antworten der Geschäftsführung und Zurückstellen von Baumaßnahmen, bestärken es allerdings in einer Weise, dass es glaubwürdig erscheint", so Guido Henke. Für ihn weiter interessant sei, was im Verkaufsvertrag des Ohrekreisklinikums über einen Weiterverkauf der Klinik vereinbart worden war. "Eine entsprechende Anfrage werden wir im nächsten Kreisausschuss stellen", so der Haldensleber.

2007 hatte die Sana Kliniken AG das Kreiskrankenhaus gekauft.