Die Majestäten 2017

Schützenkönig: Lucas Herrmann. Erster Ritter: Roland Prigge. Zweiter Ritter: Nico Knackmuß

Schützenkönigin: Martina Graeveling. Erste Dame: Gisela Scherlitz. Zweite Dame: Katrin Jungmann.

Jugendkönig: Leon Jungmann. Erster Knappe: Robert Prigge. Zweiter Knappe: Robin Graeveling

Feuerwehrkönig: Carsten Schmidt. Feuerwehrkönigin: Christin Köhlert.

Dorfkönig: Ingo Handschuh. Dorfkönigin: Yvonne Handschuh.

Barleben l Festumzug, Kaffeetafel und Schützenball sind fester Bestandteil des Barleber Schützenfestes.

Höhepunkt ist neben dem Umzug durch den Ort die Bekanntgabe der neuen Majestäten. Diese wurde mit Spannung erwartet, denn bis zur Proklamation auf dem Schützenball blieb die Identität der neuen Majestäten im Verborgenen. Erst zu fortgeschrittener Stunde am Sonnabend nahm der Vereinsvorsitzende Ulrich Dürrmann im Festzelt am Anger den Umschlag mit den Namen der Schützenkönige für die kommenden zwölf Monate überreicht. Der Wettbewerb auf dem Schießstand, bei dem sich die Vereinsmitglieder für den Titel qualifizieren konnten, war im Vorfeld ausgetragen worden. Auch das Volksschießen um den Dorfkönig hatte bereits Donnerstag und Freitag vor Anbruch der Feierlichkeiten stattgefunden.

Das Königsschießen des Vereins am Sonnabendvormittag werde stets als ganz besonderer Akt zelebriert, beschreibt Martina Graeveling, Pressewartin des Schützenvereins. „Die noch amtierenden Majestäten müssen als erste erscheinen. Sie verwahren die Schlüssel für die Schlösser, mit denen die Königswaffe in ihrer Tasche gesichert ist. Nur für das Königsschießen wird diese herausgeholt.“

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Proklamation der Könige

Die Ergebnisse aller drei Schießen bleiben geheim, sie sind nur den Standaufsichten und Kampfrichtern bekannt. „Für unser Königsschießen kommen die Kampfrichter aus einem anderen Verein, selbst unser Vorsitzender weiß bis zur Proklamation nicht, wer die neuen Könige sind“, berichtet Martina Graeveling.

Die Würde der Schützenkönige ging an Lucas Herrmann und Martina Graeveling. Auf die Plätze zwei und drei schossen sich Roland Prigge als „Erster Ritter“ und Nico Knackmuß, der „Zweiter Ritter“ wurde. Den Rang „Erste Dame“ erreichte Gisela Scherlitz, „Zweite Dame“ wurde Katrin Jungmann.

Jugendkönig darf sich für ein Jahr Leon Jungmann nennen. Er verwies Robert Prigge, „Erster Knappe“, und Robin Graeveling, „Zweiter Knappe“, auf die folgenden Ränge. Der neue Feuerwehrkönig heißt Carsten Schmidt, Feuerwehrkönigin wurde Christin Köhlert. Zu Dorfkönig beziehungsweise -königin wurden Ingo Handschuh und Yvonne Handschuh gekürt.

Neben der Proklamation war der traditionelle Festumzug am Sonnabend ein Höhepunkt der Veranstaltung. Begleitet von befreundeten Vereinen, der Feuerwehr, den Schalmeienkapellen aus Flechtingen sowie Groß Ammensleben, Pferdekutschen und Gästen aus Politik und Wirtschaft zogen die Schützen von Bahnhof zum Festzelt. Halt machten sie unterwegs am Denkmal für gefallene Soldaten am Friedhof auf dem Breiteweg. Dort gedachten sie den Opfern von Krieg und Gewalt mit einer kurzen Andacht und feuerten anschließend mehrere Salutschüsse ab. Im Festzelt hieß Ulrich Dürrmann die schon zahlreich versammelten Besucher willkommen.

Nach dem Schützenball am Sonnabend wurden am Sonntagmorgen die neuen Schützenmajestäten mit der Kutsche abgeholt. Im Festzelt stand ein gemeinsames Frühstück mit Förderern des Vereins an. Am Nachmittag konnten sich die Besucher wie am Vortag Kaffee und Kuchen schmecken lassen. Am Abend klang das 22. Schützenfest aus.

Die Barleber Schützen haben für das gelungene Festwochenende wieder jede Menge Zustimmung erhalten. Für jede Altersgruppe gab es Programmpunkte. Am Freitagabend konnten die jüngsten Festbesucher schon mit ihren Familien beim Fackelumzug mitlaufen, die Disko kam auch bei den Jugendlichen sehr gut an. „Auf der Disko haben wir noch einen sehr schönen romantischen Moment miterleben dürfen. Dort nahm die sichtlich gerührte Magdeburgerin Kerstin Beck den Heiratsantrag ihres Partners Peter Gottfried an“, berichtete Martina Graeveling.

Auch die Kaffeetafeln an den Nachmittagen erwies sich als guter Treffpunkt für all jene, die dem Trubel, der bei Festen dieser Art herrscht, aus dem Wege zu gehen. Die Kuchen hatten die Schützen, ihre Familien und Freunde sowie andere Vereine aus dem Ort beigesteuert.