Barleben l Einen Schicksalsschlag muss momentan die Familie Ferchland aus Barleben verkraften. Bei der Geburt ihres ersten Kindes hat die 23-jährige Michelle eine Fruchtwasserembolie erlitten. Dabei handelt es sich um eine äußerst seltene aber für Mutter und Kind sehr gefährliche Geburtskomplikation, bei der Fruchtwasser inklusive seiner festen Bestandteile in den Blutkreislauf der Mutter geraten können.

Michelles Mutter Monique sagt: „Baby Liam geht es gut. Michelle liegt aber seit seiner Geburt im Koma.“ Zurzeit wird sie in einer Rehabilitationsklinik betreut. „Manchmal reagiert Michelle auf unsere Stimmen. Wenn sie ihr Baby hört, bewegt sie ihre Augen“, erzählt ihre Mutter Monique Ferchland.

Gewohntes Umfeld hilft

Die Familie möchte Michelle so schnell wie möglich nach Hause holen. Dazu raten auch die Ärzte und die Therapeuten. In ihrem gewohnten Umfeld, umgeben von ihrer Familie, stehen die Chancen auf Genesung für Michelle deutlich besser als in der Klinik, sagen sie.

Für die Familie bedeutet das, ihr Zuhause komplett umzubauen und für die weitere Versorgung ihrer Tochter vorzubereiten. Die Belastung ist enorm. Das Verarbeiten des tragischen Ereignisses, langwierige Behördengänge, der kostenintensive Umbau kosten Kraft. Die Familie kommt immer häufiger an ihre Grenzen. Sie bekommt aber auch immer häufiger Unterstützung von Freunden, Bekannten und freiwilligen Helfern.

Auch der Barleber Schützenverein, in dem Mutter Monique Mitglied ist, hat schnell davon erfahren. Der Vereinsvorsitzende Ulrich Dürrmann besuchte zusammen mit Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff die Familie. Der Schützenverein hat inzwischen eine Hilfsaktion für Michelle organisiert. Franz-Ulrich Keindorff wird als Schirmherr die Hilfsaktion unterstützen: „Wir hoffen sehr, dass wir viele Menschen erreichen, die Anteilnahme zeigen und sich an der Hilfsaktion für Michelle beteiligen.“

Schützenverein koordiniert die Aktion

Mit den Spenden soll vorerst der Hausumbau möglichst schnell zu Ende gebracht werden, damit Michelle zu Hause betreut werden kann. Handwerkerbetriebe und Bauunternehmen können zum Beispiel beim Umbau helfen oder indem sie Baumaterial zur Verfügung stellen. „Die Möglichkeiten für Mithilfe sind vielfältig“, erklärt Ulrich Dürrmann. Das Engagement der Vereinsmitglieder erklärt er so: „Wir alle kennen Monique schon so lange und können jetzt unmöglich die Hände in den Schoß legen, wo so dringend Hilfe nötig ist.“

Die Aktion „Hilfe für Michelle“ wird koordiniert vom Barleber Schützenverein. Wer helfen will, kann sich mit dem Vorsitzenden Ulrich Dürrmann in Verbindung setzen unter Telefon 039203/60438. Das Spendenkonto ist bei der Kreissparkasse Börde unter der IBAN DE69810550001501332011 eingerichtet. Wer helfen will, sollte das Kennwort „Hilfe für Michelle“ verwenden.