Einbrecher klauten in der Burgstraße Musikinstrumente

Seit Donnerstag ist es im Jugendclub still geworden

Von Karl-Heinz Klappoth

Im Jugendclub in der Burgstraße 13 herrscht seit dem vergangenen Donnerstag Tristesse. Unbekannte drangen in die Einrichtung ein und entwendeten in großer Stückzahl Musikinstrumente und richteten damit nicht nur erheblichen Sachschaden an. Trotz dieser "Misstöne" schaut man weiter optimistisch in die Zukunft

Wolmirstedt l Die Stimmung im Jugendclub in der Burgstraße 13 ist am Boden. Oder wie es Ronny Mittendorf formuliert: "Es ist in den vergangenen Tagen recht leise geworden." Dafür gibt es einen schwerwiegenden Grund - bisher unbekannte Täter schlugen in der Nacht vom 15. zum 16. November in der Einrichtung ein Fenster ein und drangen von der Hinterseite aus in den Jugendclub ein. Die Polizei spricht in diesem Fall von schwerem Diebstahl.

In der Meldung aus dem Polizeirevier (Volksstimme berichtete) heißt es weiter dazu, dass die Täter nach dem Einbruch das Objekt durchsuchten, anschließend Musikboxen, Verstärker, Mischpult, Mikrofone, Gitarren, sowie technisches Zubehör einer Musikanlage mitgehen ließen. Erzieher Ronny Mittendorf ist sich nicht sicher, ob dies schon alles ist: "Wir werden aber für die Polizei eine genaue Aufstellung dessen machen, was aus dem Proberaum gestohlen wurde, es wird Punkt für Punkt aufgelistet."

Der Jugendarbeiter ließ nämlich wissen, dass die Einbrecher ganz gezielt den Probenraum aufgesucht haben, "das geht aber ohne Insiderwissen nicht. Und was den Einbruch umso verwerflicher macht, es ist nicht der Jugendclub, sondern die Musiker selbst, die bestohlen wurden".

Also die Jugendlichen, die hier eine musikalische Heimstatt gefunden haben - weil ihnen Platz geboten wurde, wo sie regelmäßig proben können. Und sie haben ihre Instrumente, die Technik selbst mitgebracht, auch im Glauben, dass sie hier gut aufgehoben sind. Doch Fehlanzeige. Patrick Herzing und Keven Kirchner, zwei der Betroffenen, so weiß Ronny Mittendorf aus Gesprächen mit ihnen, "sind völlig niedergeschlagen." Denn wie der Erzieher betont, ist es nicht allein der materielle Schaden der gewaltig ist, auch der ideelle ist genauso groß. "Die Jungs hatten sich in der Vergangenheit in der Burgstraße gut aufgehoben gefühlt. Das sieht jetzt nach dem schweren Einbruch anders aus."

Ronny Mittendorf ist selbst nicht zu Schaden gekommen, dennoch ist er tief betroffen. Er war es, der den Einbruch bemerkte und ihn zur Anzeige brachte. "Ich bin vergangenen Donnerstag wie immer zur Arbeit gekommen", erzählt der junge Mann, "ich habe auch gesehen, dass die Tür zum Probenraum aufstand. Aber ich habe mir nichts dabei gedacht. Erst als ich im unteren Stockwerk das zerschlagene Fenster sah, da klingelten bei mir die Alarmglocken."

Wie die Wunden langfristig heilen sollen, weiß der Jugendarbeiter im Moment nicht, auch deshalb nicht, weil es in den vergangenen Jahren nicht der einzige Einbruch war. Dennoch ist er zuversichtlich, baut ganz fest auf den neuen Vorstand des Jugendvereins, der sich nur einen Tag später konstituierte. Seit Freitag hat jetzt Antje Prilloff, ein langjähriges und erfahrenes Mitglied, den Vorsitz inne. "Für eine verbindliche Aussage ihrerseits aber ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh", so Mittendorf, "doch die Mitgliederversammlung, wo auch die Wahl stattfand, erlebte vor zwei Wochen großen Zuspruch. Sie hat uns signalisiert, dass auch künftig in der Burgstraße alles getan wird, dass der Club ein Treff bleibt, wo sich die Jugendlichen gut aufgehoben wissen."