Irxleben l Recht positiv gestimmt ist Ulrich Körber als Vorsitzender des Seniorenbeirates der Gemeinde Hohe Börde, wenn er auf das vergangene Jahr zurückblickt. „Es freut mich, dass es uns gelungen ist, überall in den Orten Seniorennachmittage – teilweise wöchentlich, teilweise alle zwei Wochen – durchzuführen“, erklärt er. Hinsichtlich der Altersstruktur bei diesen Veranstaltungen keimt aber zugleich auch ein Wunsch in ihm auf. Demnach wäre es gut, wenn es gelingt, „Neu-Rentner“ zu gewinnen, die mit ihren Ideen diese Veranstaltungen beleben könnten.

Dass sich die Senioren begeistern lassen, ist seit einigen Jahren auch immer wieder beim Frühlingsfest der Senioren der Gemeinde Hohe Börde zu sehen. Dieser Nachmittag hat sich zu einem Höhepunkt entwickelt und war auch im vergangenen Jahr sehr gut besucht. Der Termin für das nächste Frühlingsfest der Senioren steht bereits. Am 18. April kommen interessierte Senioren aus allen Ortschaften der Hohen Börde erneut im Wellner Bürgerhaus zusammen, wie Ulrich Körber ankündigt. Nach seiner Aussage findet die Veranstaltung immer in Wellen statt, weil das Bürgerhaus die größte Raumkapazität bietet und so dem Bedarf am besten entgegenkommt. „Die Resonanz war bisher immer enorm“, so Körber. Die Eintrittskarten sollen dann wieder im Vorfeld über die Seniorenbeiratsmitglieder aus den Orten an die interessierten Senioren verteilt werden.

Fast in allen Orten Ansprechpartner

Die Seniorenbeiratsmitglieder sind im vergangenen Jahr erneut gewählt worden. In fast allen Ortschaften – bis auf Bornstedt und seit Kurzem Ackendorf – findet die ältere Generation so einen direkten Ansprechpartner des Seniorenbeirates. Die Beiratsmitglieder binden sich aber auch stets bei der Organisation der „Tour de Börde“ mit ein, so dass es ihnen im Vorjahr erneut gelungen ist, auch viele ältere Bürger zur Teilnahme zu bewegen. Ulrich Körber würde sich freuen, wenn sich viele Senioren in diesem Jahr den 9. Juni vormerken, denn dann führt die „Tour de Börde“ nach Groß Santersleben, wo ein großes Fest geplant ist. „Wir freuen uns auch darüber, dass dazu wieder ein Fotowettbewerb initiiert worden ist“, so Ulrich Körber.

Ebenso bringt sich der Seniorenbeirat gern bei aktuellen kommunalpolitischen Themen mit ein. So haben die Mitglieder beispielsweise die dreijährige Diskussion des Gemeinderates über das Friedhofskonzept, und speziell zu den teilanonymen Begräbnisstellen, interessiert verfolgt. Nachdem der Gemeinderat das Konzept beschlossen hat, zeigt sich Ulrich Körben jedoch enttäuscht, dass für die darin enthaltenen kurzfristigen Maßnahmen kein Geld im Haushalt 2018 vorgesehen ist.

Bei den Landtagsabgeordneten haben sich die Seniorenvertreter aus der Hohen Börde ebenfalls Gehör verschafft. Sie gehörten neben anderen Senioren- und Jugendbeiräten zu den Teilnehmern beim Forum der Generationen im Landtag von Sachsen-Anhalt. Körber: „Wichtiges Thema dabei war, dass die Jugend- und Seniorenarbeit von den Kommunen als Pflichtaufgabe angesehen werden müsste. Das hat der Landtag bisher aber immer wieder abgelehnt.“

Zusammenarbeit mit Elbe-Parey

Wie viel eine aktive Seniorenarbeit aber bewegen kann, zeigt auch die Zusammenarbeit der Seniorenbeiräte der Gemeinden Hohe Börde und Elbe-Parey. Vom jüngsten Besuch in der Gemeinde Elbe-Parey haben Vertreter des Seniorenbeirates beispielsweise die Idee mitgebracht, den älteren Bürgern in den Pflegeheimen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. „Ab dem kommenden Frühjahr wollen wir auch beginnen, die Seniorenheime in unserer Gemeinde zu besuchen, damit die Bewohner ihre Anliegen an uns herantragen können“, so Ulrich Körber, der sich freut, dass in Schackensleben und Hermsdorf neue Betreuungseinrichtungen für ältere Bürger entstehen.

Eine weitere Aufgabe für die Zukunft sieht der Seniorenbeirat zudem in der Begleitung des Projektes „Senioren ans Netz“, für das die Gemeinde Fördermittel beantragt hat.