Wolmirstedt l Die letzte Stadtratssitzung des Jahres ging weitgehend geräuschlos vonstatten. Einige Neuheiten wurden festgezurrt und mit großer Mehrheit bestätigt. Kurt Prilloff (CDU) wurde mehrheitlich zum neuen Stadtratsvorsitzenden gewählt. Damit übernimmt er das Amt von Alfons Hesse, der am 1. November aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Neue Köpfe im Stadtrat

Alfons Hesse hatte auch alle anderen politischen Ämter niedergelegt, sodass innerhalb der CDU-Fraktion weitere Neubesetzungen erforderlich waren. Als Nachrücker im Stadtrat wurde Werner Teige benannt, der auf der CDU-Liste nach der Stimmenauszählung zur Kommunalwahl der nächste Bewerber war. Den Platz Alfons Hesses im Hauptausschuss nimmt ab sofort Fritz-Georg Meyer ein. Auch Rebecca Lange hatte ihren Platz im Hauptausschuss geräumt, ihr folgt Dirk Hummelt.

Kurt Prilloff agierte bisher als Vorsitzender des Finanzausschusses, das ist ihm als Stadtratsvorsitzender nun nicht mehr möglich. Diese Aufgabe obliegt künftig Fritz-Georg Meyer. Neuerungen gab es auch bei den Linken. Sebastian Filipp hatte im Herbst ebenfalls seinen Austritt aus dem Stadtrat erklärt. Ihm folgt Armin Bartz.

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Neuer Name: Elbeuer Brücke

Die kleine Ohrebrücke wird den Namen Elbeuer Brücke tragen. Dazu bekannte sich die Mehrheit der Stadträte. Dem Beschluss war eine Abstimmung zwischen drei Brückennamen vorausgegangen. Die hatten sich aus den elf Vorschlägen herauskristallisiert, die Bürger zumeist auf einen Volksstimme-Aufruf hin eingereicht hatten.

Das war zum einen der Name Dr. Hans-Jürgen-Zander-Brücke, den Detlef Horstmann ins Spiel gebracht hatte. Damit wollte er den langjährigen Bürgermeister Wolmirstedts (1994-2012) ehren. Der zweite Name der engeren Auswahl lautete Promenadenbrücke, den Gerhild Schmidt vorgeschlagen hatte, weil die Brücke die Ohrepromenade verlängert.

Der Name „Elbeuer Brücke“ war von Karl-Heinz Wallbaum eingereicht worden. Er sah diesen Namen als logische Konsequenz dessen, dass diese Brücke Wolmirstedt und Elbeu verbindet. Auch die Elbeuer Senioren, die sehr für diese Brücke gekämpft haben, wollten sich allein mit diesem Namen anfreunden. Ob und wann es eine feierliche Brückentaufe gibt, ist noch nicht bekannt.

Grundstücksfrage wurde vertagt

Wie geht es weiter mit dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses? Diese Frage blieb vom Stadtrat unbeantwortet. Nachdem sich Investoren gefunden haben, die dort Wohnblocks und Supermärkte bauen wollen, hätte der Grundsatzbeschluss geändert werden müssen. Bisher war dort nur Wohnbebauung und Kleingewerbeansiedlung entlang der Schwimmbadstraße vorgesehen. Ob alternativ auch Wohnblocks und Supermärkte dort Platz finden könnten, wollen die Stadträte noch einmal ausführlich diskutieren. Das soll im kommenden Jahr zunächst in den Ausschüssen geschehen.

Bisher waren zum Neujahrsempfang Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Vereinen eingeladen worden. Es gab Musik, Reden, Auszeichnungen, Blumen, Sekt und Schnittchen gratis. Für den Neujahrsempfang 2017 waren 3740,94 Euro aus dem Stadtsäckel geflossen. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung waren Stimmen laut geworden, dass auch dafür die Besucher einen Beitrag leisten sollen. Bürgermeister Martin Stichnoth (CDU) mochte sich zunächst mit dem Gedanken nicht anfreunden, da er diesen Empfang zum einen als Dankeschön an die vielen ehrenamtlich Arbeitenden sehen wollte, außerdem als Plattform, auf der Aktive und Entscheidungsträger miteinander ins Gespräch kommen können. Nun stimmte der Stadtrat für einen Beitrag von fünf Euro pro Gast. Bei gut 170 Gästen kämen 850 Euro zusammen.