Barleben l So wie überall in diesen Tagen sind auch im Mehrgenerationenzentrum und in der Barleber Begegnungsstätte die Einschnitte durch die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus deutlich spürbar. Der sonst übliche Besucherverkehr findet derzeit nicht statt.

„Und trotzdem gibt es viel zu tun, obwohl alle Veranstaltungen abgesagt werden mussten“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Buschner Es mangelt auch nicht an einer guten Versorgung der Abonnenten des Mittagessens.“ Die Mitarbeiter der Begegnungsstätte, zur Zeit verkürzt tätig durch Abbau von Überstunden und Urlaubstagen, fahren täglich das Mittagessen aus und halten so den Kontakt zu den Senioren.

Nach dem Wohlbefinden fragen

Dabei werde auch täglich nach dem Wohlbefinden gefragt und der Gesundheitszustand notiert. „All das, was bisher bei vollem Veranstaltungsbetrieb liegen geblieben ist, wird jetzt erledigt“, betont Buschner. „In wirklich jeder Lagerecke wird aufgeräumt, geputzt oder auch entrümpelt.“ Die vorgesehene Sanierung des Bücherturmes ist in Angriff genommen worden. Der Bücherturm wird nicht nur von Barleber Leseratten genutzt, es kommen auch Leser aus Magdeburg und umliegenden Ortschaften, um Bücher zu tauschen.

„Jetzt wurde er ausgeräumt, das Holz mit Schutzlasur gestrichen, die Glasscheiben geputzt und natürlich wird der Bücherbestand wieder einsortiert werden. „Der Sicherheitsabstand wurde von den Mitarbeitern eingehalten. Eine Glasscheibe dazwischen ist ja der beste Schutz“, sagt Buschner. „Für all diese Arbeiten war der Bücherturm ein paar Tage abgeschlossen.

Aber auch nach der Corona-Krise soll es wie gewohnt weiter gehen. Alle Veranstaltungen für das zweite Halbjahr müssen geplant und vorbereitet werden und das Team des Mehrgenerationenzentrums hofft darauf, dass diese dann auch durchgeführt werden können. „Der Ausfall der vorgesehenen Höhepunkte bedeutet nicht nur einen Einschnitt für die vielen Menschen, die zu uns kommen, sie hat auch einen finanziellen Aspekt“, führt Wolfgang Buschner aus. Pro Woche sind das immerhin zwölf Veranstaltungen. „Wenn man das hochrechnet, kommt da einiges zusammen“, sagt Buschner. Damit meint er die fehlenden Eintrittsgelder sowie die Einnahmen aus Gastronomie und Vermietung von Räumen, die nun komplett wegbrechen. Spätere Termine seien nur bedingt möglich. Die verschobene Frauentagsfeier mit erwarteten gut 160 Gästen wird nicht nachgeholt.

Präsentationen werden verschoben

„Vorträge und Infoveranstaltungen sowie Präsentationen von Kleinkunst werden auf später verschoben“, sagt Buschner. „Wann sie stattfinden, das kann heute noch keiner sagen. Das zweite Quartal haben wir schon komplett aus der Planung genommen.“ Er selber bleibt relativ gelassen. „Das Kontakt- und Aufenthaltsverbot dient eigentlich nur uns allen, ich empfehlen den Menschen daher, sich daran halten“, sagt der Vorsitzende.

Er steht ständig mit dem Vorstand in Kontakt und ist der Koordinator der Ausfälle und Planer für die Zukunft. „Meine wichtigste Aufgabe ist es, Ruhe in mein Umfeld hinein zu bringen“, betont er. „Auch die Mitgliederversammlung und die Vorstandswahl sind verlegt worden.“ Als ein positives Zeichen sieht er die Wiedereröffnung des Bücherturms. „Ab Ostern können ihn die Leute wieder nutzen,“ versichert Wolfgang Buschner. „Wir hoffen, dass alle gesund bleiben und trotz der persönlichen Einschnitte in dem Alltagsleben Lebensfreude entwickeln können.