Wolmirstedt l Lehrer berichtigen sich naturgemäß ungern. Anders Matthias Bretschneider, seines Zeichens stellvertretender Schulleiter des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums in Wolmirstedt. 3252 Euro übergab er im Rahmen des traditionellen Talentefrühstücks gemeinsam mit seinem Kollegen Carsten Koslowski an Klaus-Dieter Heber, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Kinderhospiz Mitteldeutschland in Nordhausen.

„Stark, eine echte Nummer“, so Heber erfreut. Er zeigte sich fasziniert von dem Engagement, mit dem die Gymnasiasten und ihre Lehrer einen Monat lang auf die Jagd nach Geld für einen guten Zweck gingen. Die Kinder und Jugendlichen organisierten die verschiedensten Aktionen zur Spendengewinnung.

Zahlreiche Aktionen zum Spendensammeln

Sie verkauften Lose, für die es Überraschungstaschen zu gewinnen gab. Beim Seilspringen im Sportunterricht ließen sie sich jeden Sprung von den Eltern bezahlen. Sie organisierten Kuchenbasare, verwandelten selbst gebrannte Mandeln in klingende Münze. Sie sammelten auf der Straße oder baten Firmen um Spenden, die Ideen gingen ihnen nicht aus. Allein die 7b füllte die Spardosen mit 1123 Euro, hob Bretschneider hervor.

Klaus-Dieter Heber beließ es nicht dabei sich bei den Schülern zu bedanken, er stellte auch seine Organisation vor. Diese unterhält ein Haus im Thüringer Wald. 40 Mitarbeiter kümmern sich darum, unheilbar kranken Kindern und ihren Familien einige Wochen im Jahr so angenehm wie möglich zu gestalten. Rund zwei Millionen Euro Spenden würden jährlich gebraucht werden, um diese Lücke im staatlichen Sozialsystem zu stopfen.

Ehrung für Mathe-Asse und Zeichner

Die Wolmirstedter Gymnasiasten beweisen allerdings nicht nur Talent, wenn es um das Spendensammeln geht, sondern auch auf anderen schulischen und sportlichen Gebieten. Schüler, die auf unterschiedliche Art und Weise positiv auf sich aufmerksam gemacht haben, werden beim Talentefrühstück geehrt.

So trafen  Sprach- oder Sportgenies mit jungen begabten Künstlern oder Naturwissenschaftlern. Speziell mit einem Gutschein geehrt wurden die erfolgreichsten Teilnehmer der einzelnen Klassenstufen an der Mathematik-Olympiade, die jährlich ausgetragen wird. Auch Günter Müller vom Lions Club kam nicht mit leeren Händen, als er die besten Teilnehmer am Friedensplakatwettbewerb auszeichnete.