Jahresfest des Bodelschwingh-Hauses auf dem oberen Burghof

Spiel, Spaß und eine bunte Bühnenshow

Von Gudrun Billowie

Wolmirstedt. Zum ersten Mal feierte das Bodelschwingh-Haus am Sonnabend sein Jahresfest auf dem oberen Burghof allein, ohne das Stadtfest als Partnerveranstaltung. Es war also eine Premiere, und abends am Feuerkorb resümierte Vorstand Christian Geyer am Ende eines langen Tages: "Die Premiere ist gelungen. Die Menschen sind zu uns gekommen, um mit uns gemeinsam zu feiern." In der Tat war der obere Burghof fast durchgängig rappelvoll, und damit hatte sich der riesige Aufwand für die Organisation des Festes gelohnt. Das Bühnenprogramm zog sich vom Nachmittag bis in die Nacht hinein, lediglich unterbrochen von kurzen Umbaupausen.

Am Nachmittag sangen und tanzten Schüler der Gutenberg-Schule, zeigten akrobatische Vorführungen. Das Holzhaustheater warb mit spritzigen Szenen für das aktuelle Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten", die Sportfrauen von "Enorm in Form" tanzten den Baby-Song, eine Jugendband sang sich mit Popmusik in die Herzen. Der Abend gehörte feurig-witzigen Playbackdarbietungen, von Mitarbeitern des Bodelschwingh-Hauses in Szene gesetzt, und spätestens da hatten viele Besucher ihr Tanzbein entdeckt. In der Schlosskapelle sangen sich die Kinder des Kinderchores der Kita "Storchennest" unter der Leitung von Konstanze Schlegel fröhlich die Seele aus dem Leib und kamen ohne Zugabe nicht von der Bühne.

Dochauch jenseits der Bühne gab es viel zu entdecken. Bei Kindern immer wieder beliebt ist die Strohkuhle, in die die Kleinen nach Herzenslust rutschen, rollen oder hineinrennen können. Außerdem pusteten sie riesige Seifenblasen in die Luft, spielten ein gigantisches Memory, ließen sich schminken oder krabbelten durch ein Labyrinth. Für die Erwachsenen gab es einen Trödelstand, Bücherflohmarkt und die Möglichkeit, am Spinnrad zu spinnen.

KulinarischeGenüsse gab es außerdem, ob Pilze, Würstchen, selbstgebackener Kuchen – es war für jeden Geschmack etwas dabei. "Manmerkt, dass das ganze Fest mit sehr viel Liebe vorbereitet wurde", sagte Besucherin Christine Herkenhoff. "Fast alle unserer etwa 280 Mitarbeiter sind am Jahresfest beteiligt", bestätigt Vorstand Christian Geyer, "dazu können wir noch auf viele ehrenamtliche Helfer zählen, ohne die wir die Aufgaben gar nicht bewältigen können".

Umdie mitternächtliche Stunde klang das Fest inmitten eines Lichtermeeres aus, und der Tag hat auf alle Fälle gezeigt: Behinderte und nichtbehinderte Menschen können zusammen wunderbar feiern.