Ebendorf l Für Besucher der Sporthalle in Ebendorf ist der Schriftzug immer wieder eine Überraschung, denn scheinbar steht dort ständig etwas anderes geschrieben. „Johannes-Lie_ig-Halle“ ist derzeit an der Sporthalle in Ebendorf zu lesen. Der Umstand, das ein Buchstabe fehlt, wäre an sich nicht tragisch. Doch die Sportgemeinschaft Eintracht Ebendorf als Hallenbetreiber ärgert sich schon seit Monaten über das Phänomen, dass der Schriftzug nie komplett ist.

„Der Schriftzug ist immer mal wieder ein Ärgernis gewesen“, sagt Knut Förster, Vereinsvorsitzender des Ebendorfer Sportvereins. Es habe den Anschein, als würde jedes Mal ein neuer Buchstabe abfallen, wenn der Schriftzug komplett ist. Teilweise hätten sogar mehrere Buchstaben gleichzeitig gefehlt. Zuständig dafür ist die Gemeinde Barleben als Eigentümer der Halle, die seit 2006 am Steinbruch steht.

4000 Euro Reparaturkosten

Die Reparaturen werden durchaus ernst genommen, wie Pressesprecher Thomas Zaschke verlauten lässt. Bereits fünf Mal haben Mitarbeiter der Gemeinde bisher abgefallene Buchstaben erneut montiert. Dabei waren jeweils zwei Mitarbeiter einen Tag lang beschäftigt. Rechnet man die Lohnkosten sowie die Kosten für die Hebebühne zusammen, ergibt das 4000 Euro, die die fallenden Buchstaben die Gemeinde bereits gekostet haben.

Grund dafür sind laut Thomas Zaschke die Buchstaben selbst. Die Halterungen sind vergleichbar mit Druckknöpfen. Diese seien aufgrund von Witterungseinflüssen und des Alters porös geworden.

Gemalte Lettern statt fester Buchstaben

Im vergangenen Jahr kam seitens des Verwaltungsbereiches Gebäudemanagement der Vorschlag, den Namenszug wegen der Anfälligkeit durch eine Malerfirma ausbringen zu lassen. Das würde 2500 Euro kosten. Da die Gemeinde jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keinen bestätigten Haushalt hatte, wurde die Maßnahme nicht umgesetzt.

Deshalb montierte die SG Eintracht Ebendorf die Buchstaben in Eigenregie, nachdem sich Gemeindebürgermeister Frank Nase eingeschaltet hatte. Inzwischen hat sich jedoch das „B“ gelöst. Die Mitarbeiter des Gebäudemanagements empfehlen aus Sicherheitsgründen, die Buchstaben zu demontieren. Es sei nicht auszuschließen, dass Buchstaben herabfallen und Personen zu Schaden kommen.

Ob jedoch ein gemalter Schriftzug nachhaltiger ist als die bisherige Variante, bezweifelt Knut Förster. Doch die Lettern sind definitiv die kostenintensivere Lösung. „Wir wünschen uns jedenfalls einen Schriftzug, der länger als ein halbes Jahr hält“, sagt der Vereinsvorsitzende. Benannt wurde die Halle nach dem ersten Vorsitzenden der Sportgemeinschaft.