Stadion

Stadion in Wolmirstedt soll verrutschen: Es liegt nicht am Nabu

Das neue Stadion soll hinter das Rapsfeld und die angrenzende Streuobstwiese rutschen.
Das neue Stadion soll hinter das Rapsfeld und die angrenzende Streuobstwiese rutschen. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Von Gudrun Billowie

Das neue Stadion wird vermutlich nicht am beschlossenen Standort in der Samsweger Straße gebaut, sondern ein Stück weiter westlich, neben der Streuobstwiese. Die Stadtverwaltung und die Grundstückseigentümer sind sich über den Kaufpreis für dieses Stück Land mit der Streuobstwiese nicht einig geworden. Eigentümer dieses Stücks Land ist eine Erbengemeinschaft. Der Nabu hat diese Fläche gepachtet, kümmert sich um die Bäume, außerdem weiden dort Schafe.

Nabu ist Pächter der Fläche mit der Streuobstwiese

Der Nabu selbst wollte dem Stadionneubau nicht im Weg stehen, hätte diese Streuobstwiese aufgegeben, woanders angelegt und hat das immer kommuniziert. „Uns war vor allem wichtig, das Stadion aus dem Küchenhorn zu bekommen, damit dort wieder ein Auwald entstehen kann“, sagt Nabu-Vorsitzender Jörg Brämer. Dieser Auwald ist auch das Ziel des Umweltministeriums. Die damit verbundene Deichrückverlegung war das stärkste Argument dafür, ein neues Stadion zu bauen.

Stadtrat kann pro oder kontra entscheiden

Der Stadtrat wird am Donnerstag, 20. Mai, in einer Sondersitzung entscheiden, wie weiter verfahren wird. Die Verwaltung schlägt vor, das Stadion weiter westlich zu bauen, weiter entfernt von den Schulen und der Kleingartenanlage, näher an Auerbachs Mühle. „Das würde unsere Lage entspannen“, sagt Gartenspartenvorsitzender Eckehard Voigt.

Dennoch ist alles offen. Der Stadtrat kann weiterhin am bisherigen Standort festhalten und den geforderten Kaufpreis der Erbengemeinschaft für das Grundstück mit der Streuobstwiese akzeptieren. Oder für den neuen Standort weiter westlich plädieren. Wäre am westlichen Standort sicher, dass dort beim Grundstückskauf nicht die gleiche Überraschung auf die Stadt Wolmirstedt wartet? Bürgermeisterin Marlies Cassuhn ist vorsichtig: „Sicher ist das erst, wenn der Notarvertrag unterschrieben ist.“