Wolmirstedt l Die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft (AWG) wird den Parkplatz in der Straße der Deutschen Einheit nicht übernehmen. Das teilte AWG-Geschäftsführer Siegfried Bärhold auf Volksstimme-Nachfrage mit. Damit ist wieder ein Stück Hoffnung der Anwohner begraben, dass dieser Parkplatz eines Tages befestigt wird und bei Regen nicht zur Schlammwüste verkommt.

Die AWG hat die Verhandlungen mit der Stadt abgebrochen. Die AWG könne dort nicht investieren, weil die Stadt dort selbst nicht in die Zukunft entwickeln will, erklärt Siegfried Bärhold. In der Tat scheint das Gebiet nicht an erster Stelle zu stehen, was die städtische Entwicklung betrifft. Beispielsweise will die Stadt das Parkplatzproblem nicht angehen, weil in den kommenden Jahren vermutlich ohnehin immer weniger Leute in diesem Wohngebiet wohnen werden.

Wenig Wohnzufriedenheit

Der vermutliche Einwohnerrückgang in der „Deutschen Einheit“ war im Stadtentwicklungskonzept erkannt worden. 34 Prozent der Bürger würden gern umziehen. Das Wohngebiet erreichte mit 67 Prozent die wenigsten Wohnzufriedenheitspunkte. (Farsleben 98 Prozent).

Außerdem ergaben sich für die „Deutschen Einheit“ neben den fehlenden Parkmöglichkeiten auch weitere auffällige negative Einzelbewertungen. Die Gestaltung des Wohnumfeldes sowie das Fehlen hausnaher Treffpunkte wurden besonders kritisiert. Befragt worden waren rund 550 Haushalte.