Wolmirstedt l Es ist seit vielen Jahren Tradition, dass die jungen Talente vom OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt zum Stadtfest ihre neuen Programme vorstellen. Zunächst zeigten die Nachwuchsgruppen, was „Der Preis für Bienenfleiß“ bedeutet, nämlich gekonnte Artistik, schöne Tänze und Gesang. Dafür wurden die Kleinsten im Ensemble gefeiert wie große Stars.

Auch am Sonntag war auf der Freilichtbühne kein Platz mehr frei, als das OK-Live-Hauptprogramm Premiere feierte. Die stand in diesem Jahr allerdings unter keinem guten Stern. Wegen Verspätung des Andreas-Gabalier-Doubles mussten die fast 60 jungen Talente gut 30 Minuten warten, außerdem war es regnerisch. Das alles aber spielte keine Rolle mehr, als die Show begann. Artisten, Tänzerinnen, Moderatorinnen, die Sängerin und viele Helfer hinter der Bühne waren mit Herzblut bei der Sache, um in ihrem „Wohnzimmer“ eine einstündige Show der Extraklasse zu bieten.

Durch das Programm führten Anica Gensecke und Finja Schleef, die in ihrer Moderation immer wieder auf das Thema „Unendliche Vielfalt in Sachsen-Anhalt“ eingingen. Die künstlerischen Leiter hatten Wert darauf gelegt, Bewährtes und Neues zu verbinden. Und so konnte die Ensemblemitglieder ihre vielfältigen Talente zeigen. Allein die Artisten hatten in verschiedenen Formationen neun Auftritte, dazu zählte Stuhlakrobatik, Darbietung mit Kugeln, Bodenakrobatik, Pyramide, Drahtseil-Nummer und der Parkour.

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Luanjo-Trio begeistert

Besonders gefielen das „Luanjo“-Trio, das auf großen Bällen tanzte, die „Cowgirls“ mit ihrer humorvollen Pyramidennummer oder die „Lesonas“, die auf dem Drahtseil leichtfüßig Kunststücke zeigten und viel Beifall bekamen.

Ebenfalls gefeiert wurden die sieben Auftritte der Tanzgruppen. Während die „Belle Filles“ Ballett tanzten und ihre Wandelbarkeit nach einem Abba-Titel unter Beweis stellten, zeigten die „Funny-Girls“ einen schnellen Charleston, die „Streetmonkeys & Masterpease“ coolen Streetdance und die “Dream Dancer” als älteste Gruppe mit zwei Tänzen ihre Professionalität.

Zu Publikumslieblingen aber wurden erneut die Mitglieder der Parkour-Truppe „Freerunning“ unter Leitung von Phillipp Holze. Neben die jungen Männern, die scheinbar schwerelos Saltos und Rollen machten, wirbelte erstmals auch ein Mädchen durch die Luft. Alle zeigten eine unglaubliche Körperbeherrschung und machten so hohe und spektakuläre Sprünge, dass viele im Publikum die Luft anhielten.

Vereinsvorsitzender Kurt Prilloff war sehr zufrieden. „Unsere Mitglieder haben mal wieder bewiesen, dass sie unter professioneller Anleitung zu Spitzenleistungen fähig sind. Damit wollen sie sich auch bei allen bedanken, die sie unterstützen, besonders beim Hauptsponsor, dem Land Sachsen-Anhalt.“