Wolmirstedt l Die Stadtverwaltung erhält mit der neu gewählten BürgermeisterinMarlies Cassuhn (parteilos) auch eine Frischekur. Ab Januar 2019 wird es für die Mitarbeiter eine neue, interne Struktur geben, während für die Bürger nahezu alles beim alten bleibt.

Entsprechend des Kommunalverfassungsgesetzes hat der Bürgermeister die Hoheit über Personal und Organisation. Dementsprechend kann jeder Bürgermeister die Verwaltung nach seinen Erfahrungen und Prioritäten strukturieren. In Wolmirstedts Verwaltung wird die Fachkompetenz ab dem 1. Januar 2019 auf die Fachdienstleiter gelegt.

Damit gibt es künftig keine Schaltstelle zwischen der Bürgermeisterin und den Fachdienstleitern mehr. „Wir sind eine kleine Verwaltung. Ich möchte deshalb auch kurze Entscheidungswege haben“, sagt die designierte Bürgermeisterin Marlies Cassuhn.

Fachdienste neu geordnet

Die bisherigen Fachdienstbereiche I und II werden in der neuen Struktur auf fünf Fachdienste aufgegliedert. Künftig wird es die Fachdienste Finanzen, Organisation und Personal, Ordnung und Sicherheit, Immobilienwirtschaft sowie Jugend/Kultur/Sport/Soziales mit ihren jeweiligen Unterordnungen geben.

Für zwei Bereiche – Organisation und Personal sowie Jugend/Kultur/Sport/Soziales – sollen Fachdienstleiter eingestellt werden. Diese sind im Haushaltsplan eingeplant. Die Ausschreibungen der Stellen sollen laut Cassuhn zum schnellstmöglichen Termin erfolgen. Die neue Bürgermeisterin hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Stellen noch vor Weihnachten auszuschreiben. Die beiden Stellen entstehen in der Verwaltung nicht neu, sondern werden umgeplant – aus den Fachdienstbereichsleitern werden Fachdienstleiter. „Ich hatte dem Stadtrat zugesagt, dass wir keine zusätzlichen Stellen schaffen“, so die designierte Bürgermeisterin. Dieses Versprechen habe sie mit der Umstrukturierung gehalten.

Gleichgewicht von Leben und Wirtschaft

Für den Bürger ändert sich bei der neuen Verwaltungsstruktur nichts. Öffnungszeiten und Sprechzeiten bleiben gleich. „Es ändern sich die Namen der Personen, aber die Aufgaben ändern sich nicht“, so Marlies Cassuhn.

Die Priorität der neuen Struktur liegt darin, die Bereiche Leben und Wirtschaft in ein Gleichgewicht zu bringen, wie Cassuhn erklärt. „Ich möchte, dass die Menschen gern in Wolmirstedt leben. Dazu gehört auch, dass die Wirtschaft funktioniert und es Arbeitsplätze gibt. Ich möchte aber auch, dass die Kinder gut in den Kitas und Schulen versorgt sind“, sagte sie. Ihr Vorgänger Martin Stichnoth (CDU) hatte den Fokus auf den Wirtschaftsbereich gelegt.