Barleben l Um bezüglich der Straßenbeleuchtung künftig weniger Strom zu verbrauchen, dadurch die Kosten zu senken und zudem den Kohlenstoffdioxidverbrauch zu reduzieren, hat die Barleber Verwaltung mehrere Varianten aufgelistet. Folgende Möglichkeiten gebe es demnach: 1. Die Einschaltzeiten werden optimiert. 2. Die Beleuchtung wird nachts ganz oder teilweise abgeschaltet. 3. Sogenanntes „dimm light“ kommt zum Einsatz. 4. Umrüstung auf LED mittels Retrofit-Lösungen, 5. Umrüstung mit lichttechnisch und thermisch abgestimmten Kompletteinsätzen in die vorhandenen Leuchtenköpfe, 6. Umrüstung aller Leuchten auf LED durch Komplettaustausch der Leuchtenköpfe.

In ihrer Beschlussvorlage favorisiert die Verwaltung den kompletten Austasuch aller Leuchtenköpfe. Wie Bauamtsleiter Jens Sonnabend der Volksstimme erklärte, sei dies zwar die kostenintensivste, aus Sicht der Behörde dafür jedoch zukunftsweisenste Variante. Veranschlagt wären, sollten alle verbleibenden 1221 Lampen umgerüstet werden, je nach Formtyp der Lampe Kosten zwischen rund 923 000 Euro und 1,07 Millionen Euro. „Mit dem Komplettaustausch der Leuchtenköpfe wird die komplette, aufeinander abgestimmte und lichttechnisch bemessene Beleuchtungseinheit auf den derzeit aktuellen technischen Stand gebracht.“, heißt es. Fördermittel in Höhe von maximal 25 Prozent könnten beantragt werden.

Test in der Thälmannstraße

Eigentlich stand eine Entscheidungsfindung in der jüngsten Gemeinderatssitzung bereits auf der Tagesordnung, die Beschlussvorlage wurde dann jedoch zurückgestellt. Auf Wunsch der politischen Gremien soll vorher ein Testlauf mit Retrofit-Leuchtmitteln erfolgen – LED-Leuchten, die in die vorhandene Fassung eingeschraubt werden. Wie Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff aus dem Hauptausschuss berichtete, sollen für einen Vergleich in der Ernst-Thälmann-Straße sechs dieser Leuchten ertüchtigt werden. „Drei Leuchten werden mit einer Retrofit–Birne Reinweiß ausgerüstet, drei weitere Leuchten mit der Retrofit-Birne in Warmweiß“, hieß es weiter.

Andere benachbarte Lampen sollen unverändert bleiben, um den Vergleich zur bisherigen Beleuchtung feststellen zu können. Auf diese Weise sollen sich die Gemeinderatsmitglieder selbst ein Bild machen können.

Im Verhältnis zur LED-Beleuchtung, die entweder auf den vorhandenen Leuchtenkopf abgestimmt wird oder zu komplett neuen Leuchtenköpfen mit vollkommen abgestimmter LED ist die Anschaffung von Retrofit-LED-Lösungen laut Verwaltung wesentlich kostengünstiger. Jedoch müsse beim Einbau der Retrofit-LED ein Eingriff in die Bauart der Leuchte erfolgen, der Leuchtenhersteller würde dann nicht mehr haften. Zudem gebe es keine Fördermittel.

Insgesamt 452 Lampen sind in den vergangenen Jahren bereits auf LED umgerüstet worden. Folgen die anderen, erhofft sich die Verwaltung eine jährliche Ersparnis von 78 000 Euro.