Barleben l Die Beschäftigen des Maschinenbauers Symacon in Barleben werden am Montag, 4. November 2019, erneut für mehrere Stunden ihre Arbeit niederlegen. Zu dem Warnstreik, der von 8 bis 14 Uhr andauern soll, haben die IG Metall und der Betriebsrat aufgerufen.

Die Mitarbeiter fordern bereits seit März den Abschluss eines Tarifvertrages. Dementsprechend hatte die IG Metall den Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Zunächst ließ die Geschäftsleitung der Symacon GmbH die Frist zur Beantwortung der Forderung verstreichen. In weiteren Gesprächen zwischen der Gewerkschaft und Geschäftsführung teilte diese mit, dass es keine Verhandlungen über die Einführung eines Tarifvertrages geben werde.

Chef möchte keine Tarifgespräche

Mehrere befristete Arbeitsniederlegungen, die letzte am 30. September, brachten für die Beschäftigten nicht den erwarteten Erfolg. Auch gegenüber der Volksstimme erteilte Geschäftsführer Felix von Nathusius Tarifgesprächen eine Absage. Diese kämen zum falschen Zeitpunkt.

Laut IG Metall hat der Arbeitgeber über Jahre nur geringe Lohnerhöhungen vorgenommen. In der Folge sei die Schere zwischen den Tariflöhnen in der Metall- und Elektroindustrie Sachsen-Anhalts und den Entgelten bei der Symacon GmbH immer weiter auseinander gedriftet. „Hinzu kommt eine betriebliche Lohnungerechtigkeit: Für die gleiche Tätigkeit erhalten Beschäftigte unterschiedliche Entgelte in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Einstellung im Unternehmen“, teilte die Gewerkschaft mit.