Umleitung

Tempo 30: Mose hat neue Schilder

Die Bauarbeiten auf der Bundesstraße 189 erfordern von Autofahrern Geduld, die Umleitung über Mose und Farsleben macht außerdem den Anwohnern zu schaffen. Verliert dann noch ein Lkw Öl, ist der Stau perfekt.

Von Gudrun Billowie 22.07.2021, 18:51
Durch Neu-Mose rollt ununterbrochen Verkehr.
Durch Neu-Mose rollt ununterbrochen Verkehr. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Die Bauarbeiten auf der B189 bringen Staus und Umleitungen mit sich. Derzeit müssen Fahrzeuge, die aus Stendal in Richtung Magdeburg fahren, den Umweg über Mose und Farsleben nehmen. Das hohe Verkehrsaufkommen ist für die Anwohner zwar ungewohnt, doch nachvollziehbar. Geärgert haben sie sich jedoch über die hohe Geschwindigkeit, mit der manche Fahrzeuge unterwegs sind. Das macht es gefährlich, viele haben Mühe, aus den Ausfahrten herauszufahren (Volksstimme berichtete). Sie wünschten sich zumindest ein zusätzliches Tempo-30-Schild, damit Kraftfahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung erinnert werden.

Landkreis hat zusätzliche Schilder aufgestellt

Dieser Bitte ist der Landkreis nun nachgekommen. Seit Montag gibt es ein Tempo-30-Schild in Höhe der Ortstafel, ein weiteres in Höhe der Bushaltestelle, dort, wo die meisten Häuser angesiedelt sind. Die Wahrnehmung für die Verkehrsteilnehmer werde durch diese zusätzlichen Schilder verbessert, schätzt Daniel Ashoff vom Straßenverkehrsamt ein.

Auch die Polizei ist nun öfter vor Ort. Die Umleitungsstrecke im Bereich Mose wird nun mehrmals täglich zu unbestimmten Zeiten befahren. Geprüft wird auch, ob aus einer anderen Dienststelle ein Messwagen angefordert werden kann.

Und noch eine gute Nachricht kommt aus dem Straßenverkehrsamt: Der aktuelle Bauabschnitt soll einen Tag früher fertig werden und bereits am Dienstag, 27. Juli, abgeschlossen sein. Damit können auch die Arbeiten am nächsten Bauabschnitt einen Tag früher beginnen.

Vollsperrung ab 28. Juli zwischen Mose und Wolmirstedt-Nord

Für diesen letzten Abschnitt müssen wird ab Mittwoch, 28. Juli, bis Donnerstag, 12. August, die B189 zwischen der Abfahrt Wolmirstedt-Nord und Mose komplett gesperrt. Dann müssen sich sowohl Autofahrer, als auch die Anwohner von Neu-Mose noch einmal in sehr großer Geduld üben. In dieser Zeit wird der Verkehr aus Richtung Magdeburg und aus Richtung Stendal komplett über die Kreisstraße zwischen Farsleben und Mose geführt.

Doch auch dabei wird einem rechtzeitigen Ende der Bauarbeiten gerechnet. Bisher habe die Baufirma alle Termine eingehalten, heißt es vom Straßenverkehrsamt, Verzögerungen seien nicht entstanden.

Die B189 ist eine stark befahrene Straße, sie verläuft von Magdeburg über Wolmirstedt, Stendal, Osterburg, Seehausen und Wittenberge bis nach Wittstock. Pro Jahr sind darauf 16 bis 20 Millionen Fahrzeuge unterwegs. Sobald Baustellen und Umleitungen vorhanden sind, staut sich der Verkehr, vor allem zu den Stoßzeiten.

Am Mittwochnachmittag musste zudem noch eine Fahrspur zwischen der Kreuzung am E-Center bis zum Polstermöbelhersteller Steinemann für gut zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Ein Laster, der aus Richtung Farsleben kam, hatte Hydrauliköl verloren. Dieses Öl konnte die Feuerwehr nicht mit dem üblichen Bindemittel und per Besen aufnehmen, sondern musste die Ölwehr aus Magdeburg-Rohensee anfordern. Die kam mit einem Spezialgerät und reinigte die Straße.

Auf der B189 wird unter anderem die Asphaltdecke erneuert, sowohl auf der Fahrbahn, als auch auf den Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren. Weiterhin wurden Videokameras eingerichtet, mit deren Hilfe der Verkehr beobachtet werden kann, alte Kabelschachtabdeckungen durch neue ersetzt und der Tunnel gereinigt.