Wolmirstedt l Unbekannte haben am Wochenende wieder einen Rappel bekommen. Sowohl an der Ohre als auch auf dem Schulhof der Gutenberg-Schule zeigen sich Spuren der Verwüstung. Leider ist die Stadt auch künftig nicht vor solcherlei Frevel gefeit. Eine Rund-um-die-Uhr-Kontrolle ist weder den Ordnungbehörden noch der Polizei möglich.

Als Rathausmitarbeiter Ewald Dähnhardt am Montagfrüh zum Kontrollgang in die Gutenberg-Schule kam, bot sich ein Bild der Verwüstung. Mülltonnen und Bänke waren umgeworfen worden, Unrat war über den gesamten Schulhof verstreut, Tische und Bänke über Zäune und auf Dächer geschleppt, Fahrradständer zerstört. Die Täter haben den Zaun heruntergetreten und sich darüber offenbar Zugang zum Schulgelände verschafft. Das Ausmaß der Verwüstung war so groß, dass der Hausmeister die Schäden keineswegs allein beseitigen konnte. Fünf Wirtschaftshofmitarbeiter rückten an.

Schule auch in Ferien gut besucht

Die Gutenberg-Schule ist während der Ferienzeit keineswegs verwaist, auch die Mülltonnen werden reichlich genutzt. Tagtäglich kommen Mädchen und Jungen zu den Ferienspielen, außerdem werden derzeit zwei Klassenräume renoviert. Die Investitionssumme des Landkreises dafür beträgt 20.000 Euro.

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Auch einer Bank an der Ohre wurde wieder zuleibe gerückt. Sie stand an der Skulptur am Fuße der Freilichtbühne, die Lehne fehlte schon länger. Nun haben Unbekannte die Bank aus der Verankerung gerissen und unter der Amtsbrücke platziert.

Dass die Fläche unter der Amtsbrücke Jugendlichen als Treffpunkt dient, ist lange bekannt. Deshalb haben die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes dort irgendwann eine Bank stehen lassen, die vom Spielplatz - unberechtigterweise - dorthin getragen wurde, in der Hoffnung, dann würden alle anderen Bänke verschont bleiben. Dieser Plan ging nicht auf.

Vier Bänke geklaut

Zwölf Bänke waren im Frühjahr vergangenen Jahres neu angeschafft worden, schon kurze Zeit später fehlten vier Exemplare. Für diese zwölf Bänke und zehn Papierkörbe hatte die Stadt 4700 Euro ausgegeben und angesichts des rasant erfolgten Diebstahls keinen Ersatz angeschafft. Deshalb blieben seither einige Stellen leer, an denen eigentlich Bänke zum Verweilen einladen sollten.

An der Ohrepromenade laden gerade noch zwei Bänke zum Verweilen ein. „Wir sind inzwischen dazu übergegangen, ältere Bänke aufzuarbeiten“, sagt Sabine Bednorz, die zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus. Für vorhandene Gestelle älterer Gussbänke wurden Latten gekauft, im Wirtschaftshof zugesägt und lackiert. So müssen keine großen Summen investiert werden und Spaziergängern werden dennoch Sitzmöglichkeiten geboten. Doch auch diese Möglichkeiten sind begrenzt.

Stadt hält Kontrollen bei

Am neu hergerichteten Spielplatz an der Amtsbrücke fehlt seit dem Diebstahl im vergangenen Frühjahr eine Bank, die leere Stelle neben dem Papierkorb wurde nicht wieder besetzt. Dabei wird dieser Spielplatz gerne genutzt und Eltern würden sich dort sicher gern niederlassen.

Angesichts der neuesten Vorfälle kündigte die stellvertretende Bürgermeisterin Marlies Cassuhn an: „Wir werden unsere Kontrollen beibehalten und weiterhin Flagge zeigen.“ Ordnungshüter gehen regelmäßig auf Streife und werden auch weiterhin in unregelmäßigen Abständen vor Ort sein und das Gespräch suchen.