Erstes Jugendworkcamp mit Feier beendet

Viele neue Freundschaften geschlossen

Von Mike Fleske

Heute ist der erste internationale Tag der Freundschaft der Vereinten Nationen. Der Tag soll dazu dienen, sich an persönliche Freundschaften aber auch die zwischen Ländern und Kulturen zu erinnern. Die Teilnehmer des Jugendworkcamps in Barleben haben in den vergangenen drei Wochen genau solche Freundschaften über kulturelle und sprachliche Ebenen hinweg geschlossen.

Barleben (mfe). Mit einem fröhlichen Fest im Park der Barleber Begegnungsstätte wurden die Teilnehmer des ersten Jugendworkcamps dieses Jahres verabschiedet. Die jungen Leute aus Frankreich, Algerien, Korea, Deutschland und der Türkei haben sich über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg angefreundet

Die 19-jährige Verena Weyl aus Bad Kreuznach meint: "Wenn wir mal in den Städten unterwegs sind, in der einer der anderen wohnt, werden wir uns ganz bestimmt besuchen." Seinen Aufenthalt in Deutschland bewertete Tristan Lamielle aus Frankreich positiv. "Wir konnten viele stereotype Vorurteile über die anderen Nationen abbauen", meinte der 19-Jährige aus Paris. Dabei half auch die aufgeschlossene Barleber Bevölkerung, die den jungen Leuten freundlich begegnete. Egal, ob sie den Weg zur Bibliothek wiesen oder sie auf der Straße trafen, stets hieß es wissend: "Ihr seid doch vom Jugendworkcamp." Während ihres Aufenthaltes waren die Jugendlichen auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins Barleben beschäftigt. Dort führten sie Restarbeiten an den kürzlich eingeweihten Tiergehegen aus. Daneben machten die Jugendlichen Städtereisen und sahen sich in der Umgebung von Barleben um. Bereits während der ersten Tage war bei den jungen Leuten das Eis gebrochen. Auch sprachliche Hürden wurden überwunden. Die Jugendlichen übersetzten untereinander die Unterhaltungen oder verständigten sich notfalls mit Händen und Füßen.

"Wir haben uns nach kurzer Zeit gut verstanden", so die 19-jährige Barbora Sznolkowa aus Prag. Dabei half auch die verbindende Popkultur. "Wir haben einen ähnlichen Musikgeschmack und die Meisten kannten die Lieder, die im Radio liefen", meinte der 20-jährige Stephan Melhem aus Dresden.

Die Jugendlichen haben viele neue Freundschaften geschlossen und es gab am Ende des Aufenthalts einen regen Austausch von E-Mail-Adressen und Accounts von sozialen Netzwerken, damit sie auch weiterhin Kontakt halten können. Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und sein Stellvertreter Jörg Meseberg verabschiedeten die Teilnehmer am Ende des dreiwöchigen Workcamps gemeinsam.

"Es ist auch das Ziel der Gemeinde, durch solche Veranstaltungen neue Freundschaften anzuregen", meinte er. Die Gemeinde gehe unter anderem mit den Partnerschaften mit Notre Dame D´Oé in Frankreich und Lukavac in Bosnien mit gutem Beispiel voran. Beim nächsten Workcamp das am Montag am Jersleber See starten wird, nehmen auch Jugendliche aus diesen Orten teil.