Wolmirstedt l Vorstandswahlen im OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt werden langsam Gewohnheit. Bereits zum zweiten Mal im Jahr 2018 kamen die Mitglieder im Schlosskeller des Bürgerhauses zusammen, um einem neuen Vorstand, vor allem einem neuen Vorsitzenden ihre Stimme zu geben. Die Wahl fiel auf den einzigen Bewerber: Kurt Prilloff.

Damit segelt der Verein wieder in stabile Fahrwasser. Zumindest bis März. Dann stehen wieder reguläre Vorstandswahlen auf dem Plan, dann muss ein neuer Vorsitzender gefunden sein. Kurt Prilloff will nur bis dahin am Ruder stehen. „Ich bin 74 Jahre alt und es ist nicht mehr mein Lebensinhalt, noch einmal Vorsitzender des Vereins zu sein“, stellte er klar, „aber ohne einen Vorsitzenden läuft kein Verein, brauchen wir nirgends anzutreten, auch bei keinem Fördermittelgeber.“

Das OK-Live-Ensemble Barleben-Wolmirstedt steht für Tanz, Artistik, Gesang, inzwischen auch für Yoga oder Streetdance. Gut 400 Mitglieder gehören dazu, das Ensemble ist auf vielen Bühnen zu Hause, kann mit seinen Programmen 30 Minuten oder zwei Stunden bestreiten. In den einzelnen Gruppen trainieren Mädchen und Jungen, Männer und Frauen aller Altersklassen, es tanzen fünfjährige Mädchen ebenso, wie 27-jähre, die um-die-Siebzigjährigen nutzten gern das Senioren-Yogas.

Ohne einen funktionierenden Vorstand stünde dieses Ensemble jedoch arg auf der Kippe. Damit es fortbesteht, hatte Kurt Prilloff wieder seinen Hut für das Amt des Vorsitzenden in den Ring geworfen. Als frisch gewählter Vorsitzender wagte er tapfer einen Blick in die Zukunft. „Im nächsten Jahr wird der Verein 25 Jahre alt, das wollen wir feiern. In welcher Form auch immer.“

Finanzierung für mehrere Jahre erhofft

Geht es nach den Wünschen des Vorstandes, möchte das OK-Live-Ensemble bei der Finanzierung künftig am liebsten andere Wege gehen. „Wir wollen versuchen, eine Projektförderung über mehrere Jahre zu bekommen“, sagt Kurt Prilloff. Das ganz große Ziel sei es, Landesjugendkunstschule zu werden. Eine langfristige Finanzierung hätte den Vorteil, dass nicht jedes Jahr wieder neue Projektanträge eingereicht werden müssen. Ob das so funktioniert, muss das Land entscheiden. Die Anträge für das kommende Jahr werden unabhängig von diesen Vorhaben projektbezogen, also wie gehabt, eingereicht.

Die Vorstandswahl wurde korrigiert

Am Dienstagabend wurde nicht nur Kurt Prilloff neu gewählt, sondern der gesamte Vorstand musste sich noch einmal der Abstimmung der Mitglieder stellen. Bei der Wahl am 8. Mai war ein Fehler passiert und im Block abgestimmt worden. Das wurde nun korrigiert und die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands einzeln gewählt. Darin arbeiten Jörg Meseberg als Stellvertreter, Waltraud Boenigk als Schatzmeisterin und Nancy Heynemann als Schriftführerin. Lediglich die Beisitzer des Vorstands konnten im Block gewählt werden: Franz-Ulrich Keindorff, Bernd Müller, Piet Letz, Matthias Bretschneider und Manfred Behrens.

Kurt Prilloff ist kein Neuling im OK-Live-Ensemble. Der Wolmirstedter hat den Verein bereits 15 Jahre geleitet, davon zehn Jahre als Vereinsvorsitzender und hauptamtlicher Geschäftsführer in Personalunion. In den Ruhestand hat er sich bereits vor neun Jahren verabschiedet. Seither wechseln die Vorsitzenden in Abständen. Die kürzeste Amtsperiode legte Klaus Mewes hin. Der wurde am 8. Mai gewählt und hat am 20. Juni, knapp sechs Wochen später, sein Amt wieder aufgegeben.

Die Arbeit an der Basis, in den Kursen, blieb von den Wechseleien an der Spitze unberührt. Karibischen Rhythmen und lateinamerikanische Tänze können Kinder ab zehn Jahren bei Tina Krämer in einem neuen Kurs in der Barleber Mittellandhalle lernen. Der beginnt am Montag, 27. August, in der Zeit von 19.30 Uhr bis 20.45 Uhr.

Um kleinen Artisten die Grundlagen beizubringen, werden außerdem zwei Trainer gesucht. Sie sollen ab September vier Kurse leiten.