Ebendorf l Nachdem der Ebendorfer Steinbruch im Juli offiziell umbenannt wurde, gibt es nun auch eine optische Veränderung. Eine Lore prangt nun als Wahrzeichen auf dem Vorsprung vor dem Sprung ins kühle Nass. Damit soll an die Geschichte des Ortes erinnert werden, der nicht immer ein Badeort war.

Einst wurde an der Barleber Straße in Ebendorf Stein abgebaut. Deswegen hat sich der Kultur- und Geschichtsverein Ebendorf, seinerseits Pächter des Geländes, als Symbol eine Lore, also einen alten Transportwagen, ausgesucht.

Modell aus dem Tagebau Harbke

„Da nach Ende des Steinabbaus vor über 100 Jahren leider keine Original-Loren mehr auffindbar waren, haben wir auf ein Loren-Modell aus dem Tagebau Harbke/Helmstedt zurück gegriffen“ berichtet Jens Barthel, Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsverein. Vereinsmitglied Heinz Reckler hat es von dort besorgt. Bis zum Aufbau wurde sie im Mühlenhof zwischengelagert.

Treppe wird die nächste Baustelle

Zwei Tage lang wurden auf dem Turm vor dem Steinbruch Schienen angebracht, auf denen die Lore nun befestigt wurde und an die Zeiten erinnert, in denen hier noch Stein abgebaut wurde. Manche Bürger glauben, dass eine Lore noch auf dem Grund des Sees liegt. Doch die Magdeburger Taucher des Tauchsportclubs „Delfins“, die Mitbetreiber des Steinbruchs sind, haben das Gewässer bereits bis in seine Tiefen erkundet und nichts gefunden.

Seit 1928 ist der Ebendorfer Steinbruch eine beliebte Badestelle im Sommer. Zur Freude vieler Dorfbewohner verschönert der Heimat- und Kulturverein das Areal immer weiter. Mit dem Namen „Georg Schulze“ wird ein beliebter Pädagoge des Ortes geehrt, der zahlreichen Ebendorfern in dem Steinbruch das Schwimmen beigebracht hat. „Wir werden noch eine Infotafel aufstellen und weiter an der Treppe arbeiten“, blickt Jens Barthel voraus. Am 25. und 26. August soll der Steinbruch gemeinsam gefeiert werden. Dafür soll auch eine neue Bühne genutzt werden.