Wolmirstedt l Mose möchte ein Ortswappen führen. Nicht als Hoheitszeichen, sondern als Zeichen der Verbundenheit mit dem Ort. „Wir möchten das Wappen beispielsweise auf den Feuerwehrfahrzeugen sehen, so wie es die anderen Ortsteile auch haben“, sagt Ortsbürgermeister Marco Röhrmann. Doch irgendwie scheint kein Weg dorthin zu führen. Der Knackpunkt: Die anderen Ortschaften haben ihre Wappen weitergeführt, auch als sie ein Ortsteil von Wolmirstedt wurden.

In Mose war der Gedanke an ein Wappen mit der Eingemeindung verlorengegangen. Außerdem gab es Bestrebungen, es neu zu gestalten. Doch längst steht das alte Wappen wieder hoch im Kurs. Es zeigt eine Weide und einen Fisch. „Mose war früher ein Fischerdorf“, erklärt Ortsbürgermeister Marco Röhrmann, „wer weiß das heute noch?“

Ortschaftsrat kämpft

Allein, um dieses Bewusstsein am Leben zu halten, kämpft der Ortschaftsrat seit geraumer Zeit wieder darum, das Wappen führen zu dürfen. Doch das Recht scheint dagegen zu stehen. Auch die Kommunalaufsicht des Landkreises schlägt diese Bitte ab und begründet das damit, dass eine Ortschaft als Untergliederung der Gemeinde keine eigenständige juristische Person ist, lediglich die Stadt stellt eine Körperschaft des öffentlichen Rechts dar. Die Frage der Wappenverwendung liege in deren Hand und bei der Bürgermeisterin. Diese Ansicht teilt auch der Stadtrat.

Mose will trotzdem nicht aufgeben, da andere Gemeinden ein eigenes Wappen nutzen.