Barleben l Im Jahr 2017 sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Sachsen-Anhalt 2715 Wohnungseinbrüche mit Diebstahl registriert worden. Und auch, wenn die Fallzahlen damit erstmals nach sieben Jahren Steigerung wieder rückläufig sind, bewegen sie sich laut Innenministerium insgesamt auf einem hohen Niveau. Mit einer landesweiten Präventionskampagne, die am Dienstag in Barleben gestartet ist, sollen die Bürger auf das Thema Einbruchschutz aufmerksam gemacht werden.

In der Barleber Gemeindeverwaltung stellte Holger Stahlknecht (CDU), Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, die Kampagne unter dem Titel „Sicher wohnen mit Einbruchschutz“ im Beisein von unter anderem Bürgermeister Frank Nase sowie dem Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Jürgen Leinecker, geladenen Gästen vor.

Stahlknecht wies neben den materiellen Verlusten bei Einbruchsdiebstählen auch auf mögliche posttraumatische Folgen der Opfer hin. „Wir möchten die Bevölkerung dafür sensibilisieren, ihre Wohnung so nachzurüsten, dass der Täter keinen Erfolg hat“, erklärte der Minister und zog einen Vergleich zu den veränderten Sicherheitsstandards von Autos im Vergleich zu der Zeit vor zehn bis 15 Jahren.

Einbrüche verhindern

Durch effektive Sicherheitstechnik, aber auch durch erhöhte Wachsamkeit hinsichtlich einfacher Sicherheitsmaßnahmen ließe sich laut Innenministerium eine erhebliche Anzahl von Einbrüchen verhindern. Zudem ziele die Kampagne darauf ab, auch im Hinblick auf die Nachbarschaft aufmerksamer zu sein.

Dass diese Vorkehrungen Wirkung zeigen, lasse der hohe Anteil an Einbrüchen erkennen, die im Versuch stecken geblieben sind. Im Jahr 2017 waren dies in Sachsen-Anhalt 43,2 Prozent.

Das Banner in Barleben war das erste von insgesamt 170, die in Kürze in ganz Sachsen-Anhalt aufgehängt werden sollen. Partner der landesweiten Aktion sind der Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt sowie die Qualitätsgemeinschaft „Das sichere Haus“.

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