Zerbst l Heiner Donath begrüßte gestern gleich zweimal Schülergruppen in der Zerbster Stadthalle. Jedes Mal war die Halle ziemlich gut gefüllt. Mit nur einer Veranstaltung hätte nicht jedes Kind das Konzert-Märchen der Kreismusikschule „Johann Friedrich Fasch“ sehen können. Schon am Vorabend war die Stadthalle bis fast auf den letzten Patz gefüllt.

Bei seinem ersten Weihnachtskonzert als Leiter der Schule hatte sich Heiner Donath gleich etwas Großes vorgenommen. „Der Schneemann“ von Howard Blake sei eigentlich ein Film, erklärte er. In England laufe die Geschichte als klassische Weihnachtsgeschichte in jedem Jahr im Fernsehen. „Wir hatten in diesem Jahr ja das Angebot bekommen, in der Stadthalle aufzutreten“, erzählte er. Für so eine große Halle benötige man auch etwas Großes, so der Leiter. Kleine Ensemble würden auf der Bühne vermutlich nicht wirken, schließlich haben nicht alle Schüler eine sehr starke Bühnenpräsenz, um den Raum allein zu füllen. Da er jedoch das Stück kannte und auch wusste, dass es ein Arrangement für Jugendorchester gebe, „hab ich das den Kollegen im Frühjahr vorgeschlagen und nach den Ferien haben wir das beschlossen“, sagte der Leiter. „Wir haben dann die Version für das Jugendorchester gekauft.“ Die Schulversion habe zwar erleichterte Stimmen, musste aber dennoch angepasst werden. „Wir mussten einiges neu arrangieren, zum Beispiel übernehmen die Gitarren viele der Cellostimmen“, erklärter er. Ja, es sei viel Arbeit gewesen. „Aber die Schüler freuen sich, auf so einer Bühne auch gemeinsam mit den Lehrern auftreten zu können“, sagte Heiner Donath. Das bringe zum ersten Sicherheit herein, andererseits mussten die Lehrer auch aushelfen. „Die ganzen Blechbläser waren beispielsweise Lehrer, weil wir keine Schüler haben, die schon so weit sind“, fügte er an.

70 Mitwirkende in Zerbst

Mehr als 70 Mitwirkende standen auf der Bühne, inklusive der Tänzer, erzählte er. Die Tanzgruppe „O´Blue“ habe er gefragt, ob sie mitmachen wolle, „weil es einfach passt. Den Schneemanntanz gibt es ja im Original auch. Das bringt noch eine andere Farbe hinein“, sagte er.

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Als Erzähler wirkte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD). „Ich hatte ihn mal auf der Bühne gesehen und da war mir seine Stimme aufgefallen“, so Donath. Deswegen habe er ihn angefragt. Dieser willigte ein. „Mit den Noten konnte ich leider nichts anfagen“, sagte Dittmann, der erst bei der Generalprobe am Sonntagnachmittag das erste Mal mit den Schülern probte.

Deswegen bekam er seine Einsätze von Heiner Donath oder von Susanne Ostapyshyn, der musikalischen Leiterin des Projekts.