Wissenswertes

Der ambulante Hospiz-Dienst der Malteser existiert seit März 2015. Die ersten Ausbildungen werden im Juni beendet sein, dann gibt es zwölf ausgebildete Hospiz-Begleiter, die kostenfrei Sterbenden und deren Angehörigen helfen. Bei der Trauerbegleitung soll den Zurückbleibenden Hilfe gegeben werden. Jeder, der sich dafür interessiert, kann sich bei Gundula Heyn melden. In einem Gespräch stellt sie die Eignung fest. „Wer selbst gerade trauert, scheidet aus“, sagt sie. Sie ist unter 03923/6 12 91 51 (Anrufbeantworter wird abgehört) oder gundula.heyn@malteser.de erreichbar.

Zerbst l „Zur Hospizarbeit und Palliativmedizin gehört wesentlich die Trauerbegleitung“, sagte Gundula Heyn. Sie ist die Koordinatorin für den ambulanten Hospizdienst der Malteser in Zerbst. In den Räumen in der Friedrich-Naumann-Straße, gleich neben der katholischen Kirche, koordiniert sie seit nun einem Jahr die Ehrenamtlichen, welche sich zu Hospizbegleitern ausbilden lassen. „Das läuft sehr gut“, erklärte sie. Zwölf Ehrenamtliche haben sich für den rund 100 Stunden dauernden Kurs angemeldet, damit sie Sterbenden Trost und Hilfe geben können. „Am 25. Juni werden wir die feierliche Entsendung der Hospizbegleiter feiern“, erzählt sie. Dann könne ihre kostenfreie und ehrenamtliche Arbeit beginnen. Die Freiwilligen absolvieren gerade ihre erste Praktikumsphase, fügte sie an. Dass es im Juni schon zur Entsendung komme, sei eine gute Sache. „Normaler Weise geht man von einem Jahr für die Ausbildung aus.“ Die hat für die Zerbster erst im Herbst begonnen. „Sie haben sehr schnell und fleißig gelernt“, lobte sie.

Nun soll in diesem Jahr ein Kurs für die Trauerarbeit beginnen. „Sie stellt ein unterstützendes Angebot für die Angehörigen dar, um nach dem Verlust eines Menschen zu einer Neuorientierung im Leben des Alltags zu kommen“, sagte sie. Trauerarbeit gehört immer mit zur Hospizarbeit. Die Grenzen seien fließend. Die Trauerarbeit richte sich aber vor allem an die Hinterbliebenen. „Trauer beginnt schon vor dem Sterben“, weiß die Expertin. „Oft beginnt es schon mit der Diagnose“, erzählt sie weiter. Da sollte dann auch die Trauerarbeit ansetzen.

Ausbildung beginnt im Juli

Ab dem 8. Juli sollen daher Freiwillige für die Arbeit als Trauerbegleiter ausgebildet werden. Interessierte werden in rund 60 Ausbildungsstunden an die Thematik Trauer und Abschied herangeführt. Zukünftig wird die Begleitung Trauernder dann in Einzel- oder Gruppentreffen stattfinden. „Da dieser Dienst noch recht jung ist, haben die Ehrenamtlichen die Chance dieses Angebot gemeinsam zu entwickeln und den Bedürfnissen am Standort Zerbst anzupassen“, erklärte sie. Vieles sei denkbar, etwa ein Trauercafé, blickte sie voraus. Die Ausbildung finde an vier Wochenenden von freitags bis sonntags im Herbst statt. Gleichzeitig werde das Angebot auch in Magdeburg eröffnet. Wo dann die Ausbildung stattfinde, in Zerbst, Magdeburg oder abwechselnd in beiden Orten, werde noch entschieden.

Anmelden können sich Interessenten für ein erstes persönliches Gespräch schon jetzt.