Zerbst l „Dieses Licht hat heute die Reise von Dessau nach Zerbst unternommen“, erzählte Friederike Grötzsch, die Leiterin der Bartholomäischule beim jährlichen Jahresendgottesdienst in der Bartholomäikirche. Das Licht habe aber eine viel weitere Reise hinter sich, erzählte sie weiter und zeigte den Jungen und Mädchen die Kerze, auf der die Flamme brannte.

Es sei das Bethlehemlicht, erklärte die Schulleiterin weiter. „Es ist von den Pfadfindern aus Bethlehem hierher gebracht worden“, berichtete sie weiter. Zunächst sei es mit dem Flugzeug nach Wien transportiert worden. Dort haben es ganz viele Pfadfindergruppen in Empfang genommen. „Eine Pfadfindergruppe hat es dann am vergangenen Sonntag nach Dessau gebracht“, berichtete sie weiter.

Licht für zu Hause

Ihre Kerze nehme sie wieder mit, das Licht lasse sie aber in der Bartholomäikirche, berichtete die Lehrerin weiter. Sie hoffe, dass es nicht wieder ausgehe, wie es im vergangenen Jahr geschehen war. „Da musste sich Pfarrer Lindemann auf den Weg nach Dessau machen, um es erneut zu holen, damit es hier am vierten Advent wieder brennen konnte.“ Gemeinsam mit dem Pfarrerssohn Hans Lindemann zündete die Schulleiterin dann die Kerze an.

Am morgigen Sonntag können sich dann alle das Friedenslicht mit nach Hause nehmen. Um 17 Uhr beginnt dann die Adventsmusik mit dem Anhaltischen Bläserkreis. Am Ende der Veranstaltung wird Pfarrer Albrecht Lindemann dann wieder die mitgebrachten Kerzen mit dem Licht aus Bethlehem anzünden.