Zerbst | Mit Gottesdiensten, Konzerten und Veranstaltungen erinnern evangelische Christen in Anhalt zum Reformationstag an die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen 1517 in Wittenberg. Kirchenpräsident Joachim Liebig hat in einem Gottesdienst in der Zerbster Kirche St. Trinitatis elf Ehrenamtliche aus anhaltischen Kirchengemeinden mit dem Dankzeichen „Anhalter Kreuz“ ausgezeichnet.

Unter den Geehrten waren auch Manfred Werner vom Posaunenwerk Anhalt aus der Kirchengemeinde St. Bartholomäi Zerbst und Christina Schulze aus der Kirchengemeinde Steutz.

„Menschen wie die heute Ausgezeichneten lassen Gottes Wort lebendig und ganz praktisch in den Gemeinden wirksam werden. Kennzeichnend für viele von ihnen ist die Bescheidenheit und die Selbstverständlichkeit, mit der große Arbeit im Hintergrund wie im Lichte der Öffentlichkeit geleistet wird“, würdigte der Kirchenpräsident die Geehrten. In seiner Predigt hatte Liebig zuvor daran erinnert, wie Menschen vor 500 Jahren mit der Reformation eine neue Freiheit gewonnen hätten, die zugleich aber auch die Sicherheit mancher fester Strukturen habe zerbrechen lassen.

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„Das war gewiss eine Zumutung. Es kam aber damals, und daran hat sich nichts geändert, darauf an, diese Unsicherheit und die schmerzlich empfundene Grenze des Wissens und Könnens zu überschreiten und sich ganz auf Gott zu verlassen“, so Liebig. Die Liturgie hielt Pfarrer Lutz-Michael Sylvester (hinten, links), die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernahmen der Zerbster Posaunenchor unter Leitung von Landesposaunenwart Steffen Bischoff und Steffen Klimmt an der Orgel. Das Dankzeichen „Anhalter Kreuz“, eine silberne Anstecknadel, wird seit 2002 verliehen.