Jütrichau l Er ist in Ordnung – der Jütrichauer Friedhof. Die Anlage macht keinen schlechten Eindruck. Eine anders lautende Bemerkung bei einer zurückliegenden Sitzung des Ortschaftsrates kam gar nicht gut an in der Kirchengemeinde. Die Mitglieder geben sich alle Mühe, das Objekt zu pflegen. Nun fand ein Arbeitseinsatz statt. Einer von mehreren im Jahr.

Vor allem um das Schneiden der Hecken ging es diesmal. Außerdem wurde noch einiges Unkraut beseitigt und die wilden Triebe an den Bäumen. Zehn Leute hatten sich dazu einen Vormittag lang Zeit genommen. Auch für den nächsten Arbeitseinsatz stehen die Termine schon fest. Das ist einmal Freitag, der 8. November, ab 15 Uhr, und der Sonnabend, 9. November, ab 9 Uhr.

Üppiger Baumbestand

Wie jedes Jahr um diese Zeit will man da dem Laub zu Leibe rücken. Da fällt einiges an bei dem üppigen Baumbestand. Freiwillige Helfer sind gern gesehen, Harken sollten mitgebracht werden.

Bilder

Der Jütrichauer Friedhof ist ein kirchlicher, entsprechend in Verantwortung der Kirchengemeinde. Keine leichte Aufgabe, alles in Schuss zu halten. Zur Kirchengemeinde zählen knapp über 40 Mitglieder. „Darunter sind auch viele Ältere, die nicht mehr können“, erzählte Siegrid Wiegelmann, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Helga Tichawa ist im Vorstand für den Friedhof zuständig.

Friedhofsmauer muss erneuert werden

Was gemacht werden kann, ist immer auch eine Frage der Finanzen. Die Friedhofsgebühren sind niedrig, Unterhaltungskosten fallen an. An den Kosten des Fällens dreier Bäume vor ein paar Jahren haben die Jütrichauer heute noch zu knabbern. Eigentlich müsste die ganze Friedhofsmauer saniert werden. Aber die Kosten sind nicht darstellbar, weiß Pfarrer Albrecht Lindemann, „die Gelder sind nicht so da, wie wir sie brauchen“. Eine Wasserleitung für den Friedhof ist da schon gar kein Thema. Die vorhandene Pumpe funktioniert tadellos, wird von Mitgliedern der Kirchengemeinde winterfest gemacht und regelmäßig gepflegt. Sollte der Brunnen, wie im vergangenen Jahr im Sommer mal trocken sein, wird ein großer Wasserbehälter aufgestellt. Das übernahm die Feuerwehr.

Im vergangenen Jahr wurde die Zuwegung zur Kirche gepflastert und auch die Eingangstreppe neu gemacht, verwies Albrecht Lindemann auf die jüngsten Maßnahmen. Er freut sich, dass die Jütrichauer Kirche für verschiedene Konzerte genutzt wird. In diesem Jahr hat eine Hochzeit stattgefunden, und auch für das nächste Jahr ist eine geplant.

Orgel sanierungsbedürftig

Schön wäre es, wenn die Orgel, die zuletzt dürftig repariert wurde, noch mal richtig überholt werden könnte, meinte Siegrid Wiegelmann. Außerdem sind Antrieb und Aufhängung der Glocke zu erneuern, was für das kommende Jahr geplant ist, wie Lindemann durchblicken ließ. Derweil sammelt die Kirchengemeinde eifrig Spenden.

Um Erntegaben ging es jetzt erst einmal anlässlich Erntedank. Einen Teil der Lebensmittelspenden baute Siegrid Wiegelmann schon beim Arbeitseinsatz in der Kirche auf. Während die Männer sich draußen schafften, hatten die beiden Frauen „Innendienst“. So war Helga Tichawa fleißig beim Brötchenschmieren für die ehrenamtlichen Helfer, denn wer arbeitet, muss schließlich auch essen.

Der Erntedankgottesdienst fand am vergangenen Sonnabend statt. Anschließend waren alle zum Kaffeetrinken eingeladen. Die Jütrichauer Erntegaben gingen in diesem Jahr an die Diakonie.