Regionalität

Aus Konsum soll Ort für Senioren werden

Seit der Dorfkonsum geschlossen hat, fehlt den Menschen in Deetz ein Treffpunkt. Jedoch wurde für das Gebäude eine neue Verwendung gefunden.

Deetz l Die Schließung des Dorfkonsums in Deetz wird allgemein im Ort bedauert. Der Rückzug von Angeboten im ländlichen Raum setzt sich fort. Die Schließung der Einkaufsmöglichkeit in Deetz kam für viele Einwohner überraschend. Den Rückzug des Handels bedauert Ortsbürgermeister Tobias Böttcher sehr. Doch ändern könne er an der Entscheidung des Unternehmens nichts. Vor allem für die älteren Einwohnerfehle nun ein Treffpunkt im Dorf, schätzt er ein. Die Bürger haben sich hier regelmäßig noch am kleinen Dorfkonsum getroffen und den Kontakt gehalten. Jetzt müssten die Einwohner, um sich zu versorgen, weitere Strecken fahren und entweder nach Lindau oder gleich nach Zerbst fahren. Dennoch ist er froh, dass der ehemalige Konsum nicht in Zukunft leerstehen wird, sondern weiter genutzt werde. Das Haus mitten im Ort soll künftig in der Seniorenpflege Verwendung finden.
Das sei zumindest ein Lichtblick und die Bürger müssten nicht mit ansehen, wie ein Gebäude mitten im Ort verfällt. Ein weiter Lichtblick sei zumindest aus Deetzer Sicht, dass es auch nach dem Ende des Dorfkonsums noch einen kleinen Handel im Ort gibt. Der Jugendbauernhof hatte vor einiger Zeit einen kleinen Hofladen eröffnet. Das Angebot erfreue sich wachsender Beliebtheit. Der Jugendbauernhof, der viele Tiere auf dem Gelände hält und das einstige Dorfleben mit Haustieren so am Leben hält, schlachtet auch regelmäßig und bietet die hausgeschlachteten Dinge an.