Zerbst l Ein Begehungstermin am Bahnhof mit Vertretern der Stadt und der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen brachte gleich im neuen Jahr erfreuliche Neuigkeiten für die Zerbster: Die Errichtung von Fahrrad- und Autoparkplätzen hinter dem Bahnsteig 2, die sich bisher als problematisch und daher schwer umsetzbar darstellte, nahm plötzlich und unerwartet doch klare und umsetzbare Züge an.

„Der Ausbau der Südseite des Bahnhofes wird also bald beginnen“, teilte Bürgermeister Andreas Dittmann Dienstagabend im Bauausschuss mit. Beide Parteien waren sehr an einer Lösung interessiert und daher auch kompromissbereit, sagt Dittmann.

Fahrradständer an den Tunnel

Ein Kanal war bisher der Hauptstörenfried der Ausbaupläne gewesen. Jetzt sollen die Fahrradständer demnach direkt an den Tunnel kommen. „Ohne, dass wir das Gebiet dafür kaufen müssen“, kommentierte Dittmann und freute sich, denn so sei es viel unkomplizierter und natürlich auch günstiger. Der Kanal bleibe wo er ist, aber man habe sich mit der Deutschen Bahn auf ein Gebiet geeinigt, dass den Kanal unbehelligt lasse.

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Auch neue Parkplätze sollen dann vor den Garagen entstehen – 16 an der Zahl, so wie es bisher geplant ist. Ist der Ausbau dieser Stellplätze beendet soll das Gelände dann ausgemessen und gekauft werden.

Bisher war der Hauptgrund der Verzögerung war bisher ein Kanal. Bauamtschefin Heike Krüger erklärte das einst: „Der Wegebau zu den Parkflächen sollte von der Biaser Straße bis zum Fußgängertunnel am Bahnsteig 2 verlaufen.

Ausweichvariante

Der Bau einer dafür notwendigen Tiefenentwässerung würde dabei einen Kabelschacht der Bahn kreuzen. Die Auflagen, die die Bahn für diese Bauvariante dann stellte, hätte das Bauprojekt aber erheblich verteuert.“ Eine Ausweichvariante sah vor, die Zufahrt nur bis zum Anfang von Bahnsteig 2 aus Richtung Biaser Straße zu führen. An dieser Stelle sollten dann auch der Übergang zum Bahnsteig der Fahrradunterstand entstehen.

„Beim Vorort Termin am Dienstag haben wir uns nun doch auf die kundenfreundlichere Variante einigen können“, sagt der Rathauschef. Der Bahnsteigzugang und der Fahrradunterstand entstehen wie zuerst geplant etwa in Höhe des Tunnelaufganges.