Zerbst l Die Ausstellung „Echte Körper – von den Toten lernen“ kommt nach Zerbst. Für zwei Tage, am 23. und 24. Februar, verwandelt sich die Stadthalle in ein Lehrsaal der Anatomie. Etwa 200 Exponate werden in Glasvitrinen zu sehen sein. Neben konservierten menschlichen Körpern und Organen handelt es sich um Moulagen – dahinter verbergen sich dreidimensionale und lebensgroße Abformungen von Körperteilen zur Wiedergabe menschlicher Krankheitsbilder.

Plastinierte Exponate

Ausführliche Erklärungen, Multimediavorführungen und Lehrtafeln runden die Ausstellung ab, mit der anschaulich anatomisches Wissen vermittelt werden soll – vom Skelett über das Verdauungssystem sowie Lunge und Atemwege bis hin zu den Sinnesorganen reicht das Spektrum. Auch mit den Themen Organspende, Krebs, Aids, Alkohol und Nikotin können sich die Besucher auseinandersetzen.

Vor allem an Schüler und Lehrer richtet sich das Angebot, aber auch Medizinern, Pflegekräften und ähnliche Berufsgruppen ist die Ausstellung zu empfehlen, wie Veranstalter Tige Sperlich erklärt. Die gezeigten plastinierten Exponaten seien eine Leihgabe der Firma Corcoran Laboratories, Michigan (USA), dem führenden amerikanischen Hersteller medizinischer Präparate. Ihre Spender hätten zu Lebzeiten darüber verfügt, dass ihr Körper nach dem Ableben der Ausbildung von Medizinern sowie der Aufklärung von Laien zur Verfügung stehen soll. Bei der Präsentation der Ganzkörperexponate werde ganz bewusst auf reißerische, unnatürliche Posen und auf Effekthascherei verzichtet, betont Sperlich.

Die Ausstellung „Echte Körper – von den Toten lernen“ ist jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.